„Schweinetango“ beim Frauenkarneval

+
Pastor Gregor Myrda, sein Lied „Heidi“ und sechs Frauen im Dirndl sorgten für gute Stimmung.

Kierspe - „Kierspe – so bunt wie die Welt“ war das Motto des Karnevalsauftaktes im Gemeindehaus am Glockenweg. So kamen die Närrinnen als Bayern oder als Indianerinnen verkleidet und unterstrichen das Motto.

Vier Stunden lang war das ausverkaufte Gemeindehaus nicht wiederzuerkennen. Clowns, Häftlinge und Frauen im Dirndl hatten das kirchliche Haus in Beschlag genommen. Bei einer so großen Übermacht an närrischen Frauen hatte der Hausherr, Pastor Gregor Myrda, sich seinem Schicksal ergeben, in seine Kostümkiste gegriffen und fröhlich mitgefeiert.

Gleich zu Beginn trat Pfarrer Thorsten Rehberg mit seiner Handpuppe Pius auf. Pius vermisste auf seinem Kirchturm ein Huhn, nicht nur, um sich mit ihm zu unterhalten, und blickte neidisch auf das interessante Leben eines Pfarrers. Dass es einem Pfarrer richtig gut gehen kann, bewies das Schlusslied „Richtige Männer wie wir“, bei dem Thorsten Rehberg Unterstützung von seinen Kollegen Gregor Myrda und Ludwig Opahle bekam.

Blinddarm entfernen und Schmerzen des Tattoos ertragen

„Selbermachen“ hieß es dann beim Sketch „OP im Eigenheim“. Ganz schnell musste der Sohn von seinem Blinddarm befreit werden. Kurzerhand machten die Frauen es selbst, hatten sie ja ihr Wissen aus vielen Doku-Soaps und Illustrierten gewonnen. 

Auch nach dem offiziellen Teil feierten die Närrinnen – mit einer Polonaise.

Ähnlich ursprünglich ging es bei einem Besuch von Christa Philipp in einem Tattoo Studio zu. Ein Stück Holz zum Draufbeißen ließ sie die Schmerzen aushalten, als Lisa Formanski ihr mit einem Bügeleisen das gewünschte Tattoo auf den Rücken brannte.
 
Höhepunkt und zugleich letzter Programmpunkt vor der Pause war Pastor Gregor Myrda. Mit dem Lied „Heidi“ stand er auf der Bühne und hatte eine Gruppe von sechs Frauen in Dirndln um sich. Und auch eine Zugabe gab es von Myrda. 

Sketch mit toller Koordinationsleistung 

Nach der Pause hatte sich Agnes Kasulke alias Beate Schölzel als letzte deutschsprachige Putzfrau angesagt. Kaum ein Auge blieb trocken bei ihren Berichten über das Eheleben mit ihrem Mann Erwin, denn hier und da sah sich so manche Frau im Spiegel.

„Wenn ich nicht auf der Bühne wär“ war eine Höchstleistung an Koordination, die den Frauen abverlangt wurde. Jede vollführte die für ihren erträumten Beruf typischen Bewegungen und musste dabei aufpassen, dass es nicht zu Zusammenstößen kam. 

Jecke Weiber feiern in St. Josef

Sylvia und Marko Reppel brachten den Saal mit ihrem Medley aus Karnevalshits ins Schwanken. Gleichzeitig bereiteten sie so die Närrinnen auf den letzten Programmpunkt vor, dem „Schweinetango“. Nach dem Original von Kurt Schulzke legte die Truppe mit ihren „Ebern“ einen Schweinetango aufs Parkett, dass es nur so krachte. 

Karnevalshits und Schunkellieder 

Nach dem Schluss der Vorstellung war Jürgen Hardes am Keyboard gefordert, der von da an – mit Karnevalshits und Schunkelliedern – für Stimmung im großen Saal des Gemeindehauses sorgte. Und auch einige Polonaisen zogen über die Tanzfläche. Tickets für heute an der Abendkasse Allzu lange hielten es die Frauen dann aber doch nicht aus und schon bald leerte sich der Saal, da am nächsten Tag die Pflicht rief. Das wird erfahrungsgemäß bei der heutigen Freitagsvorstellung anders sein – dann wird gefeiert bis in den frühen Morgen.

Karten für die Vorstellung heute Abend sind noch an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro erhältlich. Darin sind ein Würstchen mit Brötchen in der Pause enthalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare