Schwarzmeer-Kosaken berühren Herz und Seele

Mit einem Jubiläums-Tornee-Programm ist Peter Orloff noch bis Ende Februar 2011 unterwegs.

KIERSPE ▪ Andächtige Stille legte sich über die Menschen in der Margarethenkirche – kein Räuspern, kein Husten, kein Tuscheln war zu hören. In diese Stille hinein begann der Schwarzmeer-Kosaken-Chor das vertonte Gebet zu singen, welches alle miteinander verbindet: das Vater-unser.

Peter Orloff und der Schwarzmeer-Kosaken-Chor waren inzwischen zum vierten Mal in Kierspe zu Gast. Auch bei diesem Auftritt standen sie vor einer gut gefüllten Margarethenkirche und wurden wie „alte Freunde“ begrüßt. Für die Seele und das Herz war das von ihnen ausgesuchte Programm, welches zugleich auch das Jubiläums-Tournee-Programm von Peter Orloff ist. Er begeht sein 50-jähriges Konzertjubiläum.

Mit mächtigen Stimmen, aber auch die leisen Töne beherrschend, brachten sie nicht nur die russische Seele zum Klingen. Im ersten Programmteil lag der Schwerpunkt auf orthodoxen Kirchengesängen. Das „Ave Maria“ von Franz Schubert berührte die Herzen des Publikums und wer wollte, konnte sich in diese Musik fallen lassen. Das ersehnte Solo von Peter Orloff folgte im Anschluss. „Gesegnet sei der Mann“ von Kiewo-Petschersky Kloster sang er gefühlvoll und begeisterte seine Fans.

Während im ersten Teil die Seele der Besucher angesprochen war, kam nun das Programm für die Herzen. Der „Gefangenenchor“ aus Nabucco, „Die Legende von den zwölf Räubern“, der „Kosaken-Reitermarsch“ und „Stenka Rasin“ ließen die Zuhörerherzen höher schlagen. Mit „Stenka Rasin“ wurde es lebhafter und fröhlicher auf der Bühne. Die Sänger machten Späße miteinander, bezogen das Publikum mit ein und wagten auch den Weg in die Zuschauerreihen.

Mächtig und kräftig sind die Stimmen der neun Sänger des Schwarzmeer-Kosaken-Chores. Sie sind ausgebildete Opernsänger und daneben haben einige unter ihnen auch ein Theologiestudium absolviert. Sie singen ihre Lieder aus Überzeugung, sie glauben an die Botschaft ihrer Lieder und das spürt der Zuhörer in ihren Konzerten. Einen Teil ihrer Einnahmen spendete der Schwarzmeer-Kosaken-Chor an den Kiersper Verein „Leben ohne Dich“, weil ihm die Idee und das Bestehen dieses Vereines als wichtig erschien.

Im Anschluss an das Konzert hatten die Besucher noch die Möglichkeit, sich Autogramme von den Sängern geben zu lassen. Auch für eine Unterhaltung waren die Musiker zu haben – denn die meisten konnten sich auf Deutsch verständigen. ▪ geg

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