Schüler sollen erst einmal ankommen

Schulstart in Kierspe: Die Maskenpflicht bleibt bestehen

Auch wenn die Schule so normal wie möglich starten soll, auf die Masken werden die Schüler nicht verzichten können, da in den Klassen der Abstand nicht eingehalten werden kann.
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Auch wenn die Schule so normal wie möglich starten soll, auf die Masken werden die Schüler nicht verzichten können, da in den Klassen der Abstand nicht eingehalten werden kann.

„Wir haben jetzt eine ganz andere Situation als noch vor einem Jahr. Die allermeisten Lehrer sind geimpft und ein Teil der Schüler ist es auch“, sagt Gesamtschulleiter Johannes Heintges. Das lässt ihn zuversichtlich ins neue Schuljahr schauen, das heute beginnt.

Kierspe - Da die Landesregierung das Impfen an den Schulen fördere, wolle man nun erst einmal in der Oberstufe abfragen, wie viele Schüler bereits geimpft seien und ob ein Impfangebot von den Schülern gewünscht ist. Einen Arzt, der das übernehmen würde, habe man bereits kontaktiert, so Heintges.

Jüngere Schüler werden ein Angebot der Schule aber nicht nutzen können, „alleine schon, weil da neben einem Kinderarzt auch die Eltern involviert sind“.

Schüler sollen erst einmal ankommen

„Heute und in den nächsten Tagen und Wochen geht es erst einmal darum, die Kinder ankommen zu lassen. Da soll das soziale Miteinander im Vordergrund stehen“, sagt der Schulleiter und erklärt, dass nun auch erst einmal in den Fachkonferenzen genau geschaut werden müsse, welcher Lernstoff aus dem vergangenen Jahr wiederholt werden müsse und wo eine Intensivierung notwendig sei. „Wir haben zwar im vergangenen Schuljahr die Schüler, bei denen wir die Befürchtung haben, dass sie abtauchen, in die Schule geholt, damit sie dort am Videounterricht teilnehmen können, wir wissen aber auch, dass es etlichen Kindern nicht leicht gefallen ist, mit dem Lernen auf Distanz zurecht zu kommen“, sagt Heintges.

Maskenpflicht besteht weiter

Doch jetzt ist diese Phase des Unterrichts am PC erst einmal vorbei. Nun steht wieder Präsenzunterricht auf dem Programm, auch wieder in Kursform. „Allerdings besteht im Gebäude weiterhin Maskenpflicht, weil wir den Abstand nicht einhalten können“, erklärt der Schulleiter, der auch darauf hinweist, dass das Lüften nach wie vor wichtig sei. In den Räumen, in denen das Öffnen der Fenster nicht so ohne weiteres im gewünschten Umfang möglich ist, stehen Lüftungsgeräte bereit, insgesamt hat die Stadt 14 dieser Geräte aufgestellt.

Sport-, Schwimm- und Musikunterricht

Gravierende Änderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es vor allem im Sport-, Schwimm- und Musikunterricht. So ist es wieder möglich Kontaktsportarten wie Fußball anzubieten, dann allerdings draußen, dafür ohne Maske. Findet der Sportunterricht in der Halle statt, wird auch dort die Maske – von Ausnahmen abgesehen – weiterhin getragen.

Jetzt können die Schüler auch wieder in das neben dem Schulgelände gelegene Hallenbad gehen, um dort Schwimmunterricht zu bekommen.

„Beim Musikunterricht, den die Schüler sehr vermisst haben, schauen wir genau auf die Schutzverordnung. Demnach dürfen derzeit 20 Schüler gemeinsam in einem Raum musizieren. Dafür werden wir in erster Linie das PZ nutzen. Das gilt aber nicht nur für den Instrumentalunterricht, sondern auch beim Gesang“, sagt Heintges.

Projektwoche fällt erneut aus

Einschränkungen wird es aber trotzdem im kommenden Jahr geben. „Wir werden auch in diesem Jahr keine Projektwoche haben. Diese Woche verlangt sehr viel Vorbereitung – dafür ist uns die Unsicherheit, ob diese dann auch stattfinden kann, einfach zu groß“, so der Schulleiter, der befürchtet, dass es, je nach Infektionsgeschehen, neue Regelungen geben könnte, die ein Mischen der Schülern außerhalb des Klassenverbandes erschweren oder unmöglich machen. „Jetzt wird es bereits einen zweiten Jahrgang geben, der noch nie eine Projektwoche an der Schule erlebt hat, das bedauern wir sehr“, sagt Heintges.

Praktika sind geplant

Die Schülerpraktika, die – genau wie die Projektwoche – üblicherweise nach den Herbstferien stattfinden, werden aber geplant.

Die Schulministerin hatte angekündigt, dass es in diesem Schuljahr keine Quarantäne für Klassen geben soll. Für die Gesamtschule wird sich dadurch nichts ändern. Da man an der Schule auch im vergangenen Jahr Masken im Klassenraum getragen hatte, mussten damals nur die Kinder im unmittelbaren Umfeld eines Infizierten zuhause bleiben. So soll das nun auch wieder sein.

Dass es Infizierte geben wird, daran hat der Schulleiter keinen Zweifel. Bereits in den Tagen vor Schulbeginn gab es Meldungen von Eltern, dass sich Familien in Quarantäne befinden würden und die Kinder nicht in die Schule kommen.

Corona-Tests

Die Testpflicht für Schüler bleibt bestehen. An der GSK werden alle Schüler in der ersten Stunde montags und ebenfalls in der ersten Stunde mittwochs oder donnerstags getestet. Heintges: „Ich denke, der zeitliche Aufwand nimmt ab, da mittlerweile doch einige Schüler geimpft wurden.“

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