Benachrichtigung der Schüler und Eltern stellt kein Problem dar

Schulleiter rechnete nicht mehr mit Schließung

Seit Mittwoch stehen wieder viele Klassenräume in den Kiersper Schulen leer. Während die Grundschulen komplett geschlossen bleiben, bleibt die Gesamtschule für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen offen.
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Seit Mittwoch stehen wieder viele Klassenräume in den Kiersper Schulen leer. Während die Grundschulen komplett geschlossen bleiben, bleibt die Gesamtschule für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen offen.

Deutlich gelassener als vor rund einem Jahr reagiert Thomas Block, Rektor des Verbunds aus Pestalozzi- und Schanhollenschule auf die Schließung der Schulen, die am Dienstag vom Kreis in Absprache mit dem Gesundheitsministerium des Landes erfolgte: „Wir erreichen gut 95 Prozent der Eltern unserer rund 360 Schüler über unseren Messenger School-Fox, die verbleibenden fünf Prozent bekommen dann über den Buschfunk mit, dass die Schule zu ist.“

Kierspe - Die Lehrer würden jedoch am Mittwoch in der Schule sein, da man ja nicht wisse, welche Familien die Notbetreuung der Kinder in Anspruch nehmen würden. Da es nur noch drei Tage bis zu den Osterferien seien, werde man keine Aufgabenpäckchen mehr packen, die die Eltern dann abholen müssten. „Die Kinder haben ja noch Aufgaben aus dem Wechselunterricht, diese können sie an den verbleibenden Tagen abarbeiten“, so Block, der allerdings von der Entscheidung des Kreises in Absprache mit Gesundheitsministerium des Landes überrascht war: „Ich hätte mit einer Schließung vor den Ferien jetzt nicht mehr gerechnet.“

Diese Überraschung teilt auch Stefanie Fischer, die als Rektorin den Verbund aus Bismarck- und Servatiusschule leitet: „Ich hatte eigentlich am vergangenen Wochenende mit einer Schließung gerechnet, dass diese jetzt drei Tage vor den Ferien kommt, überrascht mich dann doch.“

Und weil nicht nur Fischer mit der Schließung nicht gerechnet hatte, haben viele Kinder ihre Arbeitshefte und Bücher noch in der Schule. „Die werden sie nun abholen müssen. Doch es darf dann immer nur ein Kind in den Klassenraum und die Sachen abholen“, so Fischer. Für die Kinder, die zuhause nicht betreut werden können, gibt es natürlich auch wieder eine Notbetreuung.

„Für die Kinder tut es mir leid. Die Kinder wollten noch für Ostern basteln, das fällt jetzt aus. Und wieder hatten sie keine Gelegenheit, sich vor dem Start in die Ferien zu verabschieden“, sagt Fischer.

An der größten Schule des Ortes wird es keine komplette Schließung geben, da die Abschlussklassen weiter ins Gesamtschulgebäude kommen.

Bei den Schülern des zehnten Jahrgangs sieht das dann so aus, dass sie auch an den letzten drei Tage vor den Ferien im Wechsel unterrichtet werden.

Die Abiturienten kommen in voller Stärke. „Sind die Kurse größer als 15 Schüler, werden sie geteilt und die Schülerinnen und Schüler in nebeneinanderliegenden Räumen unterrichtet“, erklärt Schulleiter Johannes Heintges das Vorgehen in den noch verbleibenden Tagen.

Alle anderen Jahrgänge werden, so erklärt der Schulleiter, wieder im Distanzunterricht beschult.

Probleme hatte auch er keine, die Schüler und Eltern zu erreichen, da eine digitale Infrastruktur bestehe und in den vergangenen Monaten ja auch ausreichend genutzt worden sei.

Eigentlich hätte die Schule am Mittwoch und Donnerstag alle Schüler testen wollen – mit den in dieser Woche eingetroffenen Selbsttests. „Das werden die Schüler, die an diesen beiden Tagen ins Gebäude kommen, auch tun. So dass zumindest die Jahrgänge 10 und 13 noch einmal komplett getestet werden.

Dazu kommen dann noch Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen würden.

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