Neues Konzept für den Kiersper Umweltrauk

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Es sind jetzt die sechs Kiersper Schulen, die Projekte entwickeln und sich damit um den Umweltrauk bewerben. Vor den Sommerferien werden die Projekte vorgestellt, darunter werden auch Insektenhotels sein.

Kierspe - Es wurde Zeit, eine neue Konzeption für den Umweltrauk, den Umweltpreis der Stadt Kierspe, auf die Beine zu stellen. Denn vor zwei Jahren gab es nur einen Vorschlag für diese Auszeichnung, im Jahr 2014 keinen – es war also dringend erforderlich, die Wertigkeit des Preises zu erhöhen, soll dieser erhalten bleiben. „Der Umweltrauk soll erhalten bleiben“, stellte Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets Ordnung und Umwelt, in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen am Dienstag klar.

Kurzfristig hatte er noch eine schriftliche Vorlage für die Mitteilung in dem Gremium erstellt. Der Umweltrauk soll auf einer neuen Basis aufgebaut werden. Dafür seien bereits die Schulen in Kierspe angesprochen und letztlich auch begeistert worden, konnte Oliver Knuf berichten.

Schließlich habe der Umweltpreis etwas mit der Zukunft zu tun, schlug der Sachgebietsleiter die Brücke zu den Kindern und Jugendlichen. Die sollen sich für Umwelt, Klima und Energie interessieren, begeistern und Veränderungen schaffen. Bei den Projekten des Umweltschutzes aus Sicht der Kinder, dies war bei einem Gespräch im April dieses Jahres festgelegt worden, soll es keine Vorgaben geben.

Das könne in Form einer Projektwoche, als AG (Arbeitsgemeinschaft) oder als Unterrichtsthema. Das wiederum bedingt, so lautet eine Absprache zwischen den Schulen und der Stadt, dass die Projekte jeweils im Zeitraum eines Schuljahres laufen sollen. Auf diese Art und Weise könnten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vollständig begleiten.

Darüber hinaus, so erfuhren die Ausschussmitglieder, würde man es aufseiten der Schulen begrüßen, wenn es Möglichkeiten geben würde, die Projekte auch der Öffentlichkeit präsentieren zu können beziehungsweise auszustellen, zum Beispiel auf dem Stadtfest. Die Projekte, mit denen sich die Kiersper Schulen für den Umweltrauk bewerben, sollen vor den Sommerferien des kommenden Jahres in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen vorgestellt werden.

Die Mitglieder des Gremiums entscheiden dann, wer den Umweltrauk 2018 erhalten wird. Allerdings soll kein Wettkampf unter den Schulen aufkommen, vielmehr wird jedes Projekt prämiert. Um dies zu gewährleisten, versucht die Verwaltung, Patenschaften zu den einzelnen Projekten einsetzen. Im Bereich Abfall biete sich beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem heimischen Entsorger an.

Schließlich konnte der Sachgebietsleiter berichten, dass in diesem Monat die einzelnen Projekt mit Vertretern der Schulen schon konkreter in Form und Inhalt gebracht wurden: So wird in der Bismarkschule im Sachkundeunterricht das Thema Recycling bearbeitet, während die Kinder der Servatiusschule Nistkästen und Insektenhotels (klassenübergreifend) bauen und erforschen wollen. An der Pestalozzi- und Schanhollenschule wird geplant, im Mai des kommenden Jahres eine Projektwoche durchführen, welche sich ausschließlich mit dem Thema Umwelt befassen wird.

Davon sollen danach zwei Projekte ausgewählt und dem Ausschuss vorgestellt werden. Die Freie Schule – an die der letzte Umweltrauk im Jahr 2015 ging – wird eine Projektwoche mit dem Thema „Natur“ durchführen, bei dem es acht Projekte gibt; unter anderem eine Untersuchung des Baches Schleipe. Und in der Gesamtschule wird man Schulgarten und die Bienen-AG anbieten. Bei beiden soll die komplette Entwicklung (von Anfang bis Ende) dokumentiert werden.

Die Ausschussmitglieder begrüßten das neue Konzept für den Umweltrauk. Lediglich Peter Christian Schröder (FWG) hätte sich gewünscht, dass der Ausschuss für Umwelt und Bauen mehr an dieser Konzepterstellung beteiligt worden wäre.

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