Schulen: 177 Anfänger, Ganztag und Zukunftsangst

Zur Zukunft der Servatiusschule wird es bald eine öffentliche Veranstaltung geben.

KIERSPE ▪ Im kommenden Jahr werden 177 neue Grundschüler die vier städtischen Grundschulen in Kierspe besuchen. Bei einer angepeilten Klassengröße von 24 Schülern, ergeben sich 7,3 Klassen – oder abgerundet sieben Klassen.

In der Pestalozzischule werden für 76 Schüler drei Eingangsklassen eingerichtet, an der Bismarckschule gibt es für 51 Schüler zwei Klassen, die Schanhollenschule richtet eine Klasse für 30 Schüler ein und an der Servatiusschule werden 20 Schüler aufgenommen. Für diese wird eine Eingangsklasse eingerichtet, wobei die Schüler an der Rönsahler Schule in jahrgangspübergreifenden Klassen unterrichtet werden. Dieser Schul- und Klassenbelegung, die von der Verwaltung dem Schul- und Kulturausschuss am Montag vorgelegt wurde, stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Schulbezirke haben keine Bedeutung mehr

Die Verteilung der Schüler ergibt sich auch dadurch, dass die alten Schulbezirke keine bindende Wirkung mehr haben und die Eltern die Grundschule für ihre Kinder frei wählen können. Das hat zur Folge, dass alle Kiersper Grundschulen aus ihrem ehemaligen Schulbezirk neue Schüler an andere Schulen abgeben müssen, aber drei der vier Grundschulen auch Kinder aus anderen Bezirken dazubekommen.

Nach den Zahlen, die sich aus dem „vorgezogenen Anmeldeverfahren“ bisher ergeben, verlassen vier Schüler den Bezirk der Bismarckschule, um an eine andere Schule zu gehen, dafür kommen drei Schüler aus einem anderen Bereich, die Schanhollenschule verliert 17 Kinder und bekommt drei aus einem anderen Bezirk. Aus dem Bezirk der Pestalozzischule gehen sieben Kinder an eine andere Grundschule, dafür bekommt die Einrichtung am Haunerbusch 16 Kinder aus anderen Bezirken. Im Bereich der Servatiusschule verlassen sechs Kinder den früheren Schulbezirk. Aus anderen Bezirken kommen allerdings keine zusätzlichen Schüler nach Rönsahl. Zur Zukunft der Servatiusschule wird es im Dezember eine öffentliche Veranstaltung geben, wurde angekündigt.

Erhöhter Zuspruch dank Ganztagesbetreuung

Die Ursache für den deutlichen Zuspruch den die Pestalozzischule erfährt, begründen die Politiker des Ausschusses und die Verwaltung mit der Offenen Ganztagsschule, die dort bereits seit Jahren existiert.

Erfreulich, so zeigte sich bei der Sitzung, ist auch das Interesse der Eltern an der Ganztagsschule an der Bismarckschule, die erst im vergangenen Jahr eingerichtet wurde. Während damals noch nicht klar war, ob sich genügend Kinder für das neue Angebot finden, ist nun klar: Die Einrichtung wird angenommen und es wird auch ab Sommer eine ausreichende Anzahl an Kindern für den Ganztagsbetrieb geben.

Beklagt wurde von den anwesenden Schulleitern der Lehrermangel, der an allen Schulen herrsche. Ursächlich daran sei das mangelnde Interesse der jungen Lehrer an einer Stelle auf dem Land. So konnten einige genehmigte Stellen an der Gesamtschule nicht besetzt werden und auch für die Pestalozzischule hat sich noch kein geeigneter Kandidat gefunden, der die Schulleiterstelle übernehmen kann.

Neuer Name für das Gemeindehaus Felderhof

Nachgefragt wurde während der Ausschusssitzung von Hermann Reyher nach einem Belegungsplan für das Gemeindehaus Felderhof, damit man kulturelle Veranstaltungen dort terminieren und auch eventuellen Mietern freie Tage nennen könnte. Die Verwaltung erklärte, dass es derzeit einen solchen Plan nicht gebe, da die Bühne im großen Saal nach wie vor vom DRK-Kindergarten als Ausweichstandort genutzt werde. Dorette Vormann-Berg, Leiterin des Sachgebietes Zentrale Verwaltung sagte: „Es sind Veranstaltungen für den September des kommenden Jahres geplant. Und wir hoffen, dass diese dann auch stattfinden können.“

Außerdem sei nach wie vor geplant, dem Gebäude einen anderen Namen zu geben, da es nicht mehr als Gemeindehaus genutzt werde. Allerdings konnten den Mitgliedern des Ausschusses noch keine konkreten Namensvorschläge unterbreitet werden. ▪ Johannes Becker

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