Schützen setzen eine ungewöhnliche Idee um

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Mit dem Vergleichsschießen und einem gemütlichen Beisammensein bei Grillwürstchen und kalten Getränken machten sich die Schützen auf den Weg zu einem besseren nachbarschaftlichen Miteinander. Weitere Treffen sollen die Kontakte vertiefen. ▪

KIERSPE ▪ Jeder Weg, und sei‘s der längste, beginnt mit dem ersten Schritt. Den ersten gemeinsamen Schritt zu einem besseren Miteinander unter Kiersper und Meinerzhagener Schützen taten jetzt die Mitglieder des KSV-Reservezuges und des Schützenzuges Birkeshöh aus der Nachbarstadt, die sich am Samstag am Schießstand an der Bismarckschule zu einem Vergleichsschießen und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein trafen.

Der Kiersper Rolf Klute und der Meinerzhagener André Müller sind Arbeitskollegen und beide begeisterte Schützen. Die Beobachtung, dass das gute Miteinander zwischen Bewohnern beider Städte bei der Arbeit und im täglichen Leben reibungslos funktioniert, sich zur Schützenfestzeit aber häufig rapide verschlechtert, bis hin zu gegenseitigen Beleidigungen, brachte sie auf die Idee, mit diesem anachronistischen Verhalten jetzt endlich Schluss zu machen.

Sie konnten auch ihre Kollegen in den jeweiligen Schützenzügen dafür gewinnen. So kam es zu diesem ersten Treffen, bei dem nicht der Wettkampf, sondern vor allem der gemeinsame Spaß im Mittelpunkt stand und dem weitere folgen sollen.

40 Teilnehmer hatten sich an der Bismarckschule eingefunden. Jeder hatte zehn Schuss mit dem Luftgewehr, um sich für den Wanderpokal zu qualifizieren, der allerdings nicht wie üblich an den besten, sondern an den 28. Schützen auf der Liste ging. Schließlich fand dieses erste denkwürdige Treffen am 28. Mai statt.

Versüßt wurde der Gewinn noch mit einem Eimer Schaumwaffeln. Für den ersten Platz gab es diesmal nur das obligatorische Glas saurer Gurken, mit dem sich normalerweise immer der schlechteste Schütze begnügen muss, der sich wiederum nach diesem Wettkampf mit Bockwürstchen und Senf für die nächste Runde stärken kann. Beim gemeinsamen Grillen und einem zünftigen Umtrunk hatten die Teilnehmer anschließend noch die Gelegenheit sich näher kennenzulernen.

Mit gegenseitigen Besuchen des Winter- oder Sommerfestes der beiden Schützenzüge sollen die freundschaftlichen Kontakte künftig vertieft werden. Aber auch die jeweiligen Schützenfeste sollen gemeinsam gefeiert werden.

„Es reicht nicht, wenn nur die „Schwarzkittel“ als Abordnung erscheinen,“ meinen die Initiatoren, die auch die „Basis“ für ihre Idee gewinnen möchten. Ein bisschenfrotzeln, was ja Spaß macht, ist übrigens auch weiter erlaubt. ▪ luka

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