Gesamtschule als Räuberburg

Schüler spielen Theater: „Ronja Räubertochter“ auf der Bühne 

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Die verfeindeten Räuberbanden wollen sich gegenseitig den Platz streitig machen.

Kierspe - „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren war in den 1980er-Jahren ein Bestseller, die Verfilmung läuft immer noch in Abständen im Fernsehen. Jetzt brachte der Kurs „Darstellen und Gestalten“ des zehnten Jahrgangs der Gesamtschule das Kinderbuch als Theaterstück auf die Bühne.

Die Schüler hatten sie mit sparsamen, aber effektvollen Mitteln in eine Räuberburg verwandelt. Und um die stritten sich gleich zwei Räuberbanden: die Mattis- und die Borkaräuber. 

In beiden Banden wurde in derselben Nacht jeweils ein Kind geboren – Ronja (Pauline Müller), die Tochter von Mattis, sowie Birk (Mandy Pakosch), der Sohn von Borka.

Die beiden lernen sich erst kennen, als Ronja endlich allein in den Wald darf, begleitet von den gut gemeinten, aber sinnlosen Ratschlägen ihrer Eltern. Die Kinder werden rasch beste Freunde, aber das können die Familien nicht zulassen. 

Also ziehen sie in den Wald und leben fortan in der Bärenhöhle. Räuber Mattis (Eileen Turck) versucht alles, um seine Tochter Ronja wiederzubekommen, aber erst als die Erwachsenen Frieden schließen, kommen auch Ronja und Birk zurück. Manchmal sind Kinder eben klüger als Erwachsene – das ist die Botschaft des Romans, die die Gesamtschüler im Pädagogischen Zentrum in Szene setzten. „Friday for Future“ lässt grüßen.

Die Schüler zeigten ihr Theaterstück gleich zweimal, morgens für die fünften und sechsten Klassen, abends für das allgemeine Publikum. Das kam leider nur in überschaubarer Zahl, was schade war, denn gerade für Grundschüler waren Stoff und Inszenierung gut geeignet. 

Fantastische Wesen, gute wie böse, bevölkerten den Wald, ein Chor und Lehrerin Katie Wiegold am Klavier sorgten für die Begleitmusik. Seit Dezember hatten die Jugendlichen an dem Stück gearbeitet, diesmal mit zusätzlicher Unterstützung von außen. Lasse Albrecht aus Meinerzhagen, der selber schon mit „Theater total“ zu sehen war, hatte ein Praktikum an der Gesamtschule absolviert und deshalb auch schon beim Theaterprojekt mitgearbeitet.

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