Vergabe für Umbau von sechs Übergängen bis Ende 2018

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Der Bahnübergang bei Haus Rhade soll eine Lichtzeichenanlage und eine Halbschranke erhalten. Doch das Nadelöhr bleibt eine alte Brücke, die als solche keine Funktion mehr hat. Durch die Enge fehlt die notwendige Aufstellfläche vor dem Übergang.

Kierspe - Auf der Volmetalstrecke zwischen Meinerzhagen und Brügge gibt es insgesamt 19 Bahnübergänge, die Mehrheit davon auf Kiersper Stadtgebiet. Sieben davon sollen geschlossen (Auflassungen) und zwölf umgebaut beziehungsweise erneuert werden.

Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat die sieben Auflassungen, so teilt ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) AG, ebenso genehmigt wie die technische Sicherung für sechs Bahnübergänge – für die anderen sechs stehen die Plangenehmigungen durch das EBA noch aus. Dazu zählen die Bahnübergänge Haus Rhade, „Eiskeller“ und Herlinghauser Weg.

Verhandlungen für Flächenmehrbedarf

„Aufgrund von ergänzenden sicherheitsrelevanten Forderungen des EBA und damit verbundenem Flächenmehrbedarf“, erklärt der Pressesprecher weiter, „haben sich nicht nur Änderungen bei der Planung ergeben. Es sind auch umfangreiche und komplizierte Verhandlungen mit Grundstückseigentümern erforderlich.“ Diese seien aber auf einem guten Weg. 

Rhade: Halbschranke und Lichtzeichen

Nach der Planung soll der Bahnübergang „Haus Rhade“ eine Lichtzeichenanlage und Halbschranken erhalten. Noch nicht geklärt ist, was mit der kleinen und längst funktionslosen Brücke passiert. Diese macht die Straße zu einem Engpass und bietet für längere Fahrzeuge nicht genügend Aufstellfläche.

Neben dem Lkw-Verbot ab 3,5 Tonnen (Anlieger frei) ist die Straße für Fahrzeuge und Gespanne, die länger als zehn Meter sind, gesperrt. Für den Übergang am Herlinghauser Weg, so führt der Bahnsprecher weiter aus, werde aktuell eine Machbarkeitsstudie angefertigt, ob – der Forderung der Stadt entsprechend – eine Schranke installiert werden kann.

Sieben sogenannte Auflassungen (Schließungen) gibt es an der Volmetalstrecke: Die Bauzäune, Erdwälle und Strail-Platten oder Asphalt werden in den kommenden beiden Monaten verschwinden: Die Bahnübergänge werden komplett geschlossen.

Im August und September werden dann voraussichtlich die Schotterhaufen (Erdwälle) und Bauzäune an den Bahnübergängen verschwinden, die endgültig geschlossen werden, heißt es in der Mitteilung der DB-Pressestelle. Dort, wo erforderlich, wird die Leitplanke geschlossen beziehungsweise ergänzt, sodass eine Zufahrt nicht mehr möglich ist. Außerdem werden die sogenannten Strail-Platten (schwarze Plastikteile) oder der Asphalt zwischen den Schienen entfernt.

Ausführungsunterlagen in Bearbeitung

„Für alle weiteren durch das EBA freigegebenen Bahnübergänge sind die Ausführungsunterlagen in Bearbeitung und in Abstimmung mit den beteiligten Straßenbaulastträgern. Darunter auch der Fußgängerüberweg am Volme-Freizeitpark“, erklärt der Pressesprecher. Er geht davon aus, dass nach dem aktuellen Bearbeitungsstand „die sechs freigegebenen technisch zu sichernden Anlagen bis Ende August 2018 veröffentlicht werden können“.

Die Aufträge für den Neubau beziehungsweise die technische Sicherung der Bahnübergänge könnte anschließend bis spätestens Ende dieses Jahres vergeben werden. Für jede weitere Plangenehmigung, die das Eisenbahnbundesamt erteilt, würden die Ausführungsunterlagen umgehend erstellt, nach den notwendigen Abstimmungen veröffentlicht und die Aufträge vergeben.

Sicherungsanlagenbau bis Mitte 2019

Generell werde angestrebt, so erläutert der Pressesprecher der Deutschen Bahn AG abschließend, bis etwa Mitte des nächsten Jahres die zwölf Bahnübergänge der Volmetalstrecke mit den technischen Sicherungsanlagen umzubauen, um sie dann in Betrieb nehmen zu können.

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