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29-Jähriger wegen Drogen verurteilt - Verteidigerin spricht von 180-Grad-Drehung

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Von: Jana Peuckert

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Symbolbild Urteil Gericht Justiz
Das Amtsgericht verhängte eine Strafe von 1000 Euro. © Mediasuite

Schon früh in seinem Leben geriet ein mittlerweile 29 Jahre alter Mann aus Kierspe mit dem Gesetz in Konflikt. Insgesamt zwölf Vorstrafen hat er bislang angesammelt. Darunter gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Kierspe/Meinerzhagen - Immer wieder wurde er wegen Straftaten in Verbindung mit Drogen verurteilt. Wohnungsdurchsuchungen sind daher schon fast an der Tagesordnung, berichtete eine Bewährungshelferin im Amtsgericht Meinerzhagen. Dort landete der 29-Jährige, weil Ermittler am 28. November 2019 6,6 Gramm Marihuana in der Wohnung des Kierspers sichergestellt hatten.

Dass der Stoff dem Angeklagten gehörte, „daran gibt es gar nichts zu deuteln“, erklärte die Verteidigerin gleich zu Beginn der Einlassung ihres Mandanten. Letztlich stand auch nicht der Nachweis der Tat im Mittelpunkt des Prozesses. Vielmehr war die große Frage, wie der Kiersper zu bestrafen sei. Vorstrafen und die Tatsache, dass der 29-Jährige zur Tatzeit unter Bewährung stand, sprachen eindeutig gegen ihn.

180-Grad-Drehung des Angeklagten

Aber: „Wir haben hier eine 180-Grad-Drehung des Angeklagten“, trug die Verteidigerin vor. Die Schwangerschaft seiner Verlobten hatte offenbar einen Hebel im Kopf des Kierspers umgelegt. Er habe seine Mitgliedschaft in einer Band, die wohl schlechten Einfluss auf ihn gehabt hatte, beendet, so die Anwältin. Außerdem sei er gerade dabei, eine MPU vorzubereiten. Die dafür nötigen Drogentests seien alle negativ gewesen. Darüber hinaus habe der Kiersper jetzt einen unbefristeten Arbeitsplatz.

„Er wurde schon früh straffällig. Er versuchte mit Rapmusik zu brillieren, anstatt sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Jetzt scheint eine Veränderung der Denkweise stattzufinden. Vater zu sein gibt ihm eine neue Perspektive“, bestätigt die Bewährungshelferin den Sinneswandel des Mannes. Sie kennt den Kiersper sowohl von vor des Bekanntwerdens der Schwangerschaft, als auch von danach. Gern würden Richter und Verteidigerin das Verfahren mit Blick auf die positive Prognose einstellen. Doch da machte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Und so lautet das Urteil am Ende 1000 Euro Geldstrafe wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln.

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