Schlaglöcher auf Kierspes Straßen geschlossen

KIERSPE – „Der ständige Wechsel zwischen Frost und Tauwetter – das ist das Schlimmste, was passieren kann.“ Bei dieser Einschätzung sind sich der Kiersper Tiefbau-Sachgebietsleiter Karsten Seil und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler einig. Die beiden Männer haben in den vergangenen Tagen und Wochen oftmals nur ein Thema gewälzt: Das Winterwetter und seine Auswirkung auf den Zustand der Kiersper Straßen. Denn passiert das Schlimmste, sind die Straßen in kürzester Zeit nur so übersät von Schlaglöchern.

Diese Fallen, durch die sich so mancher Autofahrer fürchtet seinem Auto einen Achsenbruch zu bescheren, kamen zutage, als der Schnee, der im Dezember und Anfang Januar in großen Mengen vom Himmel fiel, schmolz. „Das ist immer so. Erst ist die Straße feucht, dann kommt der Frost, dann das Tauwetter – und dann das böse Erwachen“, klagen Schäffler und Seil über die Witterungsverhältnisse, die die Kiersper Straßen verunstalteten und Gefahrenpunkte schufen.

Die größten Schäden haben Wolfgang Schäffler und seine Mitarbeiter vom Städtischen Bauhof in den vergangenen Tagen bereits behoben. „Als die Straßenverhältnisse es zuließen, sind wir rausgefahren und haben losgelegt“, erklärte Schäffler. Vier Bauhofmitarbeiter sind seit Tagen mit zwei Fahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs, um die Schlaglöcher zu flicken. Zuerst habe man das Wasser aus den Schlaglöchern gefegt, dann die Kanten begradigt und dann mit Asphalt wieder aufgefüllt.

Zwei Drittel der Arbeiten seien abgeschlossen, konnte Schäffler am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung vermelden. Von den vorrätigen zwölf Tonnen kalteinbaufähigem Asphalt sei bereits über die Hälfte verbaut. In den kommenden Tagen und Wochen bleiben die Männer vom Bauhof aber konstant am Ball, um auch die Straßen abseits der Hauptverkehrsstraßen auszubessern. „Eigentlich sind wir mit der Arbeit nie wirklich fertig“, so Schäffler.

Außerdem sei der Winter ja auch noch lange nicht vorbei. „Wer weiß schon, was da noch auf uns zukommt“, unkte Schäffler. Und berichtete dann, dass es im Stadtgebiet noch viele Risse in den Straßen gebe, die, gefroren und dann wieder getaut, von den Autoreifen einfach aus der Fahrbahndecke herausgezogen würden. „Das ist einfach so – eine ganz normale Sache, die überall und nicht nur hier bei uns in Kierspe passiert. Und das Winter für Winter“, so Schäffler.

Die Ausbesserungen mit kalteinbaufähigem Asphalt werden bis ins Frühjahr für Arbeit beim Bauhof sorgen, wie Karsten Seil ausführte: „Die Arbeiten mit dem Kaltasphalt sind immer nur provisorisch. Das sind kurzfristige Flickarbeiten.“ Aber im Frühling werden Wolfgang Schäffler und seine Mitarbeiter die Stellen dann endgültig mit Heißasphalt ausbessern. „Letztlich hält nur das wirklich.“

Manche der Kiersper Schlaglöcher konnten jedoch bereits mit Heißasphalt geschlossen werden. Drei Tage fuhr auf den Bauhofwagen auch eine sogenannte Thermotonne mit, die den Asphalt heiß und einbaufähig hielt. Aber, das fügte Karsten Seil ausdrücklich hinzu, sei die Ausnahme: „Wir haben eine Firma gefunden, die uns ein paar Tonnen liefern konnte. Und das auch nur, weil durch den strengen Winter viele Städte und Kommunen Nachfragen gestartet haben.“ Eigentlich schließen diese Firmen, die Heißasphalt herstellen, im Winter. Erst im Frühjahr und Sommer läuft die Produktion auf Hochtouren.

Dann wird auch der Kiersper Bauhof Material ordern. Bis dahin hoffen Karsten Seil und Wolfgang Schäffler auf gemäßigte Temperaturen oder aber eine andauernde Frostperiode. „Frost ist ja in Ordnung – wenn nicht wieder Tauwetter kommt und alles von vorne losgeht. Aber wir können uns das Wetter nicht aussuchen. Das ist auch gut so“, erklärte Wolfgang Schäffler mit einem Lächeln.

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