Erfolg für „Heimkehr“ durch Brieftaube Nr. 350-2011

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Brieftaubenzüchter Norbert Laufer präsentiert hier seine in der Meisterschaft 2012 sehr erfolgreiche Taube mit der Ringnummer 11-2011, die als bestes Weibchen und auch bestes jähriges Weibchen ausgezeichnet wurde. ▪

KIERSPE ▪ Wie Brieftauben, die irgendwo in Deutschland fliegen gelassen werden, über Hunderte von Kilometern den Weg zu ihrem Heimatschlag finden, ist immer noch nicht restlos geklärt.

„Aber es heißt, dass sie mit Hilfe der Sonne und des Erdmagnetismus navigieren sollen“, berichtet Norbert Laufer. Er ist einer der aktiven Brieftaubenzüchter des Vereins Heimkehr Kierspe und verbuchte in der Reisesaison 2012 einen spektakulären Erfolg: Mit vier seiner schnellsten Vögel sicherte er sich zusammen mit dem inzwischen leider verstorbenen Heinz Rassloff nach 2011 zum zweiten Mal hintereinander die RV-Meisterschaft. Darüber hinaus gewannen die zwei als Schlaggemeinschaft noch mehrere andere Auszeichnungen. Stolz auf den Erfolg ist auch Heimkehr-Vorstandsmitglied Alfons Sikora.

Dank des elektronischen Konstatiergerätes, eines kleinen Rechners, der die Chips in den Ringen an den Füßen der Brieftauben beim Aufsteigen am Start wie auch bei der Rückkehr in den Schlag registriert, können die Flugzeiten heute ganz genau ermittelt werden. Der Flugverrechner liest die Geräte aus und schon abends sind dann die Ergebnisse der Reisen alle im Internet abrufbar.

Die Schlaggemeinschaft Laufer/Rassloff trat in der Sauerländischen Reisevereinigung Lüdenscheid zusammen mit Züchtern von fünf weiteren Vereinen aus Altena, Lüdenscheid, Plettenberg, Herscheid und Schalksmühle an. Insgesamt waren beim ersten Wertungsflug im Mai vom 141 Kilometer Luftlinie entfernten Hammersbach aus mehr als 1000 Tauben unterwegs. Vorher in den Trainingsflügen waren es sogar noch ein paar mehr. Danach sortierten Laufer und Rassloff erst einmal die weniger schnellen Vögel aus, um so wirklich allein die besten in den Wettbewerb zu schicken. Aus dem Gemeinschaftsschlag mit rund 120 Tauben, wie der Züchter selbst angibt, nahmen an der Meisterschaft im vergangenen Jahr 78 Tauben teil.

Beim letzten der insgesamt 13 Flüge im Juli, als die nur noch 346 Tauben von Neumarkt in der Oberpfalz starteten, galt es für die Tiere, eine Strecke von 338 Kilometern zurückzulegen. Aber das war nicht die weiteste Distanz, denn das stellten bereits etwas früher die 420 Kilometer von Regensburg aus dar. Norbert Laufer freut sich, dass er im vergangenen Jahr während der Meisterschaft bloß geringe Verluste verzeichnen musste. Denn das ist nicht jedesmal so: Immer wieder verirren sich Tiere oder werden zur Beute von Raubvögeln. 2011 hatte es eine seiner Tauben bei einem Flug im Mai nach Dresden verschlagen, es war die mit der Ringnummer 411 aus dem Jahr 2010. Im August fand sie sich dann jedoch tatsächlich glücklich wieder in ihrem Heimatschlag am Philosophenweg in Meinerzhagen ein.

Mit 45 Preisen von 52 möglichen und damit einem Preis Vorsprung ging der erste Platz der RV-Meisterschaft an die Heimkehr-Schlaggemeinschaft. Die Tauben mit den meisten Preisen und damit die schellsten waren die Vögel mit den Ringnummern 57-2009, 11-2011, 350-2011 und 399-2010. „Preise bekommt von einer Reise immer das vordere Drittel Tauben“, berichten Norbert Laufer und Alfons Sikora. Wenn Tiere gleichauf liegen, entscheidet die AS-Punktzahl.

Weitere Pokale gab es für die Schlaggemeinschaft Laufer/ Rassloff in den Kategorien RV-Männchen (2. Platz), RV-Weibchen (2. Platz). RV-Jährige (1. Platz), Bester Vogel männlich (1. Platz für die Taube 350-2011), Bester Vogel jährig (1. Platz für die Taube 350-2011), Bestes Weibchen (3. Platz für die Taube 11-2011) sowie bestes jähriges Weibchen (1. Platz für die Taube 11-2011). Ein herausragender und äußerst seltener Erfolg für die Heimkehr-Schlaggemeinschaft, wie sich Sikora für seinen Vereinsfreud und den Verein insgesamt freut.

Rolf Haase

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