Probe-Essen in der GSK-Mensa

+
Die Mädchen und Jungen der Schanhollenschule ließen es sich das erste Mal in der Gesamtschulmensa schmecken.

Kierspe - Eine Umfrage bei den Eltern hatte es im vergangenen Jahr deutlich gemacht: Bei den Kindern der Schanhollenschule gibt es eine Nachfrage nach einer Betreuung bis in den frühen Nachmittag hinein. Für die Einführung einer offenen Ganztagsschule (OGS) reicht es aber nicht.

Einen Bedarf für eine Betreuung bis 16 oder gar 17 Uhr gebe es nicht, erklärt Britta Kunkel, Geschäftsführerin des Betreuungsangebots „Von acht bis eins“ an der Schanhollenschule. Etliche Eltern hätten sich aber dafür ausgesprochen, ihr Kind bis 15 Uhr in der Schule zu lassen. Dies hatte eine Umfrage unter den Eltern im vergangenen Jahr ergeben. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, so Kunkel weiter, Dreizehn Plus einzuführen.

Dies gibt Eltern die Möglichkeit, ihr Kind für eine Betreuung bis in den frühen Nachmittag (15 Uhr) hinein in der Grundschule zu lassen. „Wir gehen davon aus, dass dafür 12 bis 15 Kinder angemeldet werden“, meint Britta Kunkel. Um dann gemeinsam die Hausaufgaben zu machen oder Aktionen zu unternehmen, stehen mit Hatice Karaca, Saskia Neubert, Beate Blumenthal und Samantha Witt vier Betreuerinnen zur Verfügung.

Gleich vor Ort in der Schulmensa konnten die Grundschüler erfahren, wie sie an ihr Essen kommen – einschließlich Salat und Besteck.

Was allerdings fehlt, ist ein Mittagessen. „Die Kinder werden mittags sicherlich hungrig sein.“ Aus diesem Grund habe man, so erklärt Britta Kunkel, Gespräche mit dem Mensaverein der Gesamtschule aufgenommen. Mit Erfolg, denn am Dienstag stand für neun Schüler, ihre Betreuerinnen, die Geschäftsführerin und Schanhollenschulleiter Arne Freiberg ein Probe-Essen auf dem Plan. „Einfach, um zu sehen, wie es auch zeitlich passt“, erläutert Kunkel.

Hände waschen, zur Gesamtschule gehen und sich dann das Essen holen – die Ausgabe endet schließlich um 13.15 Uhr. Am Dienstag funktionierte das schon recht gut: Stefan Wilczewski, der Vorsitzende des Mensavereins, begrüßte die Grundschüler und zeigte ihnen, wie sie an Tablett, Besteck, das Essen – es stehen stets zwei (ein vegetarisches) zur Auswahl – Salat und Nachtisch kommen.

Mineralwasser – mit oder ohne Kohlensäure – gibt es in der Mensa der Gesamtschule kostenlos dazu.

Die Kinder ließen sich dann entweder Kötbullar, Spätzle und buntes Gemüse oder mediterranes Gemüse, gebackenen Fetakäse und Kartoffel-Oliven-Stampf schmecken. Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure gibt es kostenlos dazu. Das Ganze gibt es zum Preis von 3 Euro pro Mahlzeit oder 28 Euro für die Zehnerkarte. Dies bleibt auch so, wenn der Preis für das Essen bald um 30 Cent erhöht wird – so sei die Vereinbarung zwischen der Grundschule und dem Mensaverein.

„Bei Sozialhilfeempfängern“, fügt Britta Kunkel hinzu, „gibt es eine Förderung, sodass nur 1 Euro für die Mahlzeit zu zahlen ist.“ Das neue Betreuungsangebot der Schanhollenschule werde es erst einmal, so erklärt Britta Kunkel abschließend, ein Jahr zur Probe geben.

Grundschule Dreizehn Plus

In der Schanhollenschule gibt es bislang die verlässliche Grundschule von acht bis eins. Ab dem kommenden Schuljahr soll das Betreuungsangebot, das vom Förderverein der Grundschule getragen wird, erweitert werden. Allerdings gibt es keinen Wechsel zur sogenannten OGS (Offene Ganztagsschule), sondern vielmehr unter dem Programm Dreizehn Plus eine zeitliche Ausweitung der Betreuung der Kinder bis in den Nachmittag hinein. An der Schanhollenschule können dann Kinder bis 15 Uhr betreut werden, Hausaufgaben machen, offene Angebote aus Kultur und Sport nutzen und natürlich mittags essen. Dreizehn Plus gibt es im Anschluss an Schule von acht bis eins für Schulen im ländlichen Raum, so heißt es im Bildungsportal von NRW, die nur einen geringen Betreuungsbedarf haben und aus diesem Grund nicht in offene Ganztagsschulen umgewandelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare