Schaffung einer Bürgerallee - vielleicht im Kerspetal

Hermann Reyher und Clemens Wieland haben ihre Ideen zu einer Bürgerallee vorgelegt. ▪

KIERSPE ▪ Hermann Reyher und Clemens Wieland stellten am Donnerstag den gemeinsamen Ratsantrag von Grünen und UWG zur Schaffung einer Bürgerallee vor – vielleicht, so ist es angedacht, im Kerspetal.

Die Verwaltung soll beauftragt werden, im Kernbereich der Stadt einen geeigneten und kostengünstigen Grünzug zu ermitteln, wo eine Bürgerallee gepflanzt werden kann. Es kam gestern gleich aber auch bereits ein erster Vorschlag von ihnen: Ein Realisierungsgebiet für dieses Projekt könnte aus Sicht von Reyher und Wieland so die Kerspetalstraße zwischen den Ortslagen Höferhof und Bruch sein.

„Bei dieser Planung sind die Kiersper Vereine und Verbände, das Stadtmarketing, der Heimatverein und der BUND mit ihrem Sachverstand einzubinden“, heißt weiter ausdrücklich, was zeigt, dass das Projekt möglichst auf eine breite Basis gestellt werden soll.

Die Grünen wie die UWG hoffen, dass die Emotionen, die in der Frage der Kastanienallee hochgeschlagen sind, positiv genutzt werden können, um dieses Vorhaben umzusetzen, so dass Kierspe und seine Bürger eine neue schöne Allee erhalten. Deutlich gemacht wird ausdrücklich, dass diese umwelt- und heimatbezogene Idee aus der Bevölkerung komme und nun von den kommunalpolitischen Gremien aufgegriffen und weiterverfolgt werde. Konkrete Umsetztungslösungen kann aus Sicht von Reyher und Wieland am besten die Verwaltung erarbeiten. Sie solle daher ein Konzept entwickeln.

Geplant ist, dass analog zum Heiratswäldchen, wo Frischvermählte oder Ehejubilare einen Baum pflanzen können, auch im Fall der neuen Bürgerallee vorgegangen werde. Geburten könnten genauso der Anlass sein wie Firmenjubliläen und anderes, stellten die zwei Kommunalpolitiker, ohne der Verwaltung aber wirklich vorgreifen zu wollen, einige eigene Überlegungen an.

Sinnvoll sei die Koordination über die Vereine und Verbände, weil dann beispielsweise auch steuerabzugsfähige Spendenquittungen ausgestellt werden könnten, was für viele vielleicht interessant sei. Sie erhoffen sich durch die Koordination über die Kommune und die Vereine und Verbände zudem eine gewisse Steuerungsfunktion, so dass Wildwuchs vermieden wird.

„Wir sahen keine Berühungsprobleme, uns in dieser guten Sache zusammenzutun“, stellten Reyher wie Wieland fest und erklärten, wie es zu der gemeinsamen Initiative kam.

Die UWG zeige sich ohnehin stets offen in alle Richtungen, so Wieland. Reyher lobte besonders das Engagement der Unabhängigen für die Umwelt beim jährlichen Frühjahrsputz. Die zwei machten darauf aufmerksam, dass vor 40 Jahren im Bereich Padberg schon eine kleine Birkenallee angepflanzt worden sei und es am Weg durch den Dünnenberken hinauf in Richtung Kiersperhagen mittlerweile ebenfalls einen alleeartigen Bewuchs gebe. ▪ rh

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