Reihe "Kultur (en) pur" in Kierspe eröffnet

Eine Vernissage mit Arbeiten der Künstler-Gruppe „KulturPur“ eröffnete die Veranstaltungsreihe „Kultur(en) Pur“ am Sonntag im Ratssaal. ▪

KIERSPE ▪ „Weis(s)heit“ – ein doppeldeutiges Wort und das Motto der Auftaktveranstaltung zur Neuauflage von „Kultur(en) Pur“, der Veranstaltungsreihe, bei der Völkerverständigung, kultureller Austausch und die Integration von Zuwanderern im Mittelpunkt stehen und an der sich in diesem Jahr wieder 23 Vereine und Verbände mit den unterschiedlichsten Angeboten beteiligen.

„Das zeigt, dass Kierspe eine lebendige Stadt ist, in der viele bereit sind, sich für ein Miteinander einzusetzen,“ sagte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Grafe, der die Gäste am Sonntag im Ratssaal begrüßte, der von der Farbe Weiß dominiert wurde.

KulturPur macht

den Anfang

Die Künstlergruppe „KulturPur“ hatte zu dieser ersten Veranstaltung eingeladen. Eine Vernissage mit Bildern, Skulpturen, Installationen und Puppen der heimischen Künstler sowie Literatur und Musik stimmten die Besucher auf das vielseitige kulturelle Programm, das in den nächsten Tagen in Kierspe geboten wird, ein.

„Weis(s)heit“ – ein klug gewähltes Motto, das bei entsprechender Reflexion auch flugs zu dem roten Faden führt, dem „Kultur(en) Pur“ folgt. Sicher ist es weise miteinander, nicht neben- und schon gar nicht gegeneinander zu leben, Missverständnisse und Vorurteile auszuräumen und stattdessen Freundschaften zu knüpfen. Weise, nachdenklich stimmende Sprüche aus aller Welt flatterten vor dem Ratssaal im Wind und begrüßten die Besucher, die gegen Ende der Veranstaltung ihren ganz persönlichen aus dem Hut ziehen konnten.

Der Weisheit auf der Spur waren auch die Künstler in ihren Arbeiten wie etwa Claudia Ackermann mit drei Bildern zur „Weisheit der Zeit“ oder Silvia Baukloh mit der Installation „Alltägliche Weisheiten“, die einen Stapel Zeitungen, zu einem kompakten Altpapierpaket zusammengeschnürt, zeigte. Der „Stuhl der Weisen“, ebenfalls eine Installation von Claudia Ackermann stand einladend im Zentrum des Geschehens, blieb aber unbesetzt, der „Stein der Weisen“ unberührt, während Velina van der Gaag, Martina Haski, Annette Gonserowski und Annette Klingelhöfer Lyrik und Texte aus der eigenen Feder und von Nevzat Yalcin und Christophe Bossu vorlasen.

Diese zeigten, dass die Weisheit, so wie die Farbe Weiß, die als Licht gebrochen die sieben Spektralfarben sichtbar werden lässt, durch ganz andere Töne, sprich Ereignisse, Emotionen und Begegnungen entstehen kann. Sie können dunkel, beunruhigend ebenso wie hell und beglückend sein. Musik weiser alter Meister, von Andreas Koch auf der Gitarre und der Vihuela vorgetragen, und mitreißende türkische volkstümliche Weisen, die Kenan Akbaba auf der Saz spielte, umrahmten die Wortbeiträge.

Künster stellen

Arbeiten au

Arbeiten in Acryl-, Aquarell- oder Mischtechnik, in Porzellan und Stoff von Claudia Ackermann, Silvia Baukloh, Christophe Bossu, Doris Falkenroth, Annette Gonserowski, Sabine Kramer, Martina Haski und Karin Lessmeier konnten die Zuschauer nach den Wort- und Musikbeiträgen in aller Ruhe betrachten, bis die Gewinner einer Tombola ermittelt waren (wir berichteten), deren Erlös, 280 Euro, der Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ zufließen wird. Zu einer Verwechslung kann es leider bei der Zuordnung der noch abzuholenden Preis. Für die Losnummer 397 gibt es das Bild ohne Titel von Sabine Kramer, für die Nummer 399 das Bild „Café Brasil“ von Claudia Ackermann. ▪ luka

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare