Sanierungsprojekt „Felderhof“: Stadt hofft auf Fördergelder des Bundes

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Für rund 200 000 Euro könnte das Jugendzentrum saniert werden.

Kierspe - Mit einem Investitionsvolumen von 3,81 Millionen Euro möchte sich die Stadt mit dem Projekt „Sanierung des Sport- Freizeit- und Kulturzentrum Felderhof“ um Fördergelder des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bewerben.

Es könnte ein weiteres Großprojekt werden, das die Attraktivierung der Stadt Kierspe vorantreibt. Anfang Oktober dieses Jahres wurde der Projektaufruf für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ veröffentlicht.

Der Bund hat zur Förderung der Sanierung 140 Millionen Euro veranschlagt. Ein nahezu passgenaues Förderprogramm für die laut Verwaltung ohnehin „erforderlichen Sanierungsarbeiten“ der Gebäude am Felderhof, die im Rahmen der Bewerbung nun unter dem Projektnamen „Sport-, Freizeit- und Kulturzentrum Felderhof“ gelistet sind.

Aus dem Bundesprogramm sollen „investive Projekte mit besonderer Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für die soziale Integration in der Kommune und die Stadtentwicklungspolitik gefördert werden“. Das Programm sei ausdrücklich auf kostenintensive Projekte ausgerichtet.

1,7 Millionen Euro im Falle einer 45-prozentigen Förderung

Der Bundesanteil der Förderung soll projektweise mindestens eine Million Euro betragen. Bis zum 13. November waren Kommunen aufgefordert, beim BBSR Projektskizzen einzureichen. Im nächsten Schritt soll nun eine Jury im wettbewerblichen Verfahren über die eingegangenen Anträge der Kommunen entscheiden.

Wie viele Kommunen um Fördermittel konkurrieren, ist bisher noch nicht bekannt. Sollten Projekte mit Fördergeldern bezuschusst werden, müssen sie bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Dabei werde Kommunen in Haushaltsnotlage eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Ansonsten erfolge grundsätzlich eine 45-prozentige Förderung, heißt es seitens des BBSR.

Ob Kierspe, das sich zwar in keinem Nothaushalt, wohl aber im Haushaltssicherungskonzept befindet, als Kommune mit Haushaltsnotlage geführt wird, ist ebenfalls bisher nicht bekannt. Sollte es zu einer 45-prozentigen Förderung kommen, erhielte die Stadt für das Projekt 1,7 Millionen Euro.

Multifunktionalität erhalten und stärken

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurden in den Förderantrag Maßnahmen aufgenommen, die bereits bekannt sind und zum Teil im Haushaltsplanentwurf 2016 veranschlagt wurden.

Darüber hinaus seien aber auch Maßnahmen angemeldet, die erst in den kommenden Jahren anstehen. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung des Jugendzentrums, des Bürgerzentrums und des Umkleidegebäudes am Stadion.

In dem an den BBSR gerichteten Projektantrag beschreibt die Verwaltung das „Sport-, Freizeit- und Kulturzentrum“ als eine Einheit einzelner Einrichtungen, die „in ihrer Gemeinsamkeit und durch die zentrale Ortslage für die Stadt Kierspe und ihre Einwohner eine besondere Bedeutung“ darstellen.

Gemeinsam aber auch jeweils für sich leiste jede Einrichtung einen „herausragenden Beitrag zur sozialen Integration“. Die Realisierung des Projekts solle laut Verwaltung helfen, „die Multifunktionalität dieses überaus wichtigen Stadtteilbereichs zu erhalten und zu stärken“. Ein Augenmerk liege dabei auch auf dem energetischen Aspekt und diene nachhaltig dem Klimaschutz.

Der Inhalt der Projektskizze in Kurzform

In Summe beträgt das Investitionsvolumen für die Sanierung des Sport-, Freizeit- und Kulturzentrums Felderhof 3,81 Millionen Euro, die sich wie folgt aufteilt: 

- Neugestaltung Forum Abriss Einfeldhalle, Umlegung Fernwärmeleitung, Neugestaltung Platz/Forum: 960 000 Euro

- Sanierung Bürgerzentrum, einschl. Kindergarten Dachsanierung, Fenstersanierung, Erneuerung Heizkessel, Bau einer barrierefreien Rampe, Sanitäranlagen, Abriss Felderhof 2, Erweiterung des Spielplatzes: 280 000 Euro 

- Sanierung Jugendzentrum Dachsanierung, Fassadensanierung: 200 000 Euro

- Sanierung Umkleidegebäude Stadion Dachsanierung, Fassadensanierung, Fenstersanierung, Sanitäranlagen: 300 000 Euro

- Sanierung Gesamtschule Fassaden- und Fenstersanierung, Erneuerung der Heizkörper und Elektroinstallation, Deckenaustausch Türme, Fußbodensanierung: 2,07 Millionen Euro

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