Kulturmix macht Schüler zu Entdeckern

Pop-Art-Getränke, europäische und ethnische Gerichte aus aller Welt gab es für die Besucher in der Mensa. - Foto: Goldbach

Kierspe  - Aus dem PZ der Gesamtschule drang fetzige Musik, im Blauen Salon wurde ein englisches Theaterstück aufgeführt, im Haupteingangsbereich der Gesamtschule spielte das Schulorchester und durch die Mensa zog der Duft von frisch gebackenem Kuchen und herzhaften Schafskäseschnecken.

Von Gertrud Goldbach

Die Gesamtschule Kierspe hatte zu einem Kulturmix eingeladen, bei dem die Schüler und Lehrer anderen Schülern und interessierten Eltern zeigen konnten, was sie im Unterricht alles erarbeitet oder gelernt hatten. Anders als bei einer Projektwoche gab es dieses Mal nur Ergebnisse zu sehen, die im alltäglichen Unterricht entstanden sind. Eine Vielzahl der angebotenen Fächer waren mit einem bunten Mix von Aktionen über Ausstellungen, Essen, Performance, Theater bis zu Workshops in über 50 Beiträgen vertreten. Die Idee dazu hatten Andrea Heetmann-Thiel, Peter Meier, Tobias Voswinkel und Janina Strunk, die eine Aktion aus früheren Gesamtschuljahren wieder aufgriffen.

Das war eine Idee, die offensichtlich großen Anklang gefunden hatte. Egal, welche Aktionsform man besuchen wollte, die Plätze waren belegt oder es drängelten sich viele Schüler um Tische, an denen Experimente stattfanden.

Auf der Bühne des PZ gab es Tänze und Standbilder zu sehen, auch kleine Theaterstücke wurden aufgeführt. In der Mensa hingen Pop-Art-Bilder und passend dazu gab es Pop-Art-Getränke sowie -Gebäck in den schrillsten Farben. Da der „Blaue Salon“ recht klein ist, fanden nicht alle Schüler einen Sitzplatz beim Poetry Slam, dem Englischen Theater, den kurzen Sketchen, der Buchpräsentation oder der Pantomimevorführung „Schlager für Gehörlose“.

Dicht umdrängt war ein Tisch, an dem Salzkristalle hergestellt werden konnten. Viele Schüler wollten ein Band mit diesen Kristallen mit nach Hause nehmen, mussten aber vorher die Lösung selbst anrühren, den Faden durch das Gemisch ziehen und trocknen lassen. Einige Tische weiter zeigten einige Schülerinnen die Ergebnisse ihrer Umfrage zum Medienkonsum. Dabei wurden die Befragten in unterschiedliche Altersgruppen aufgeteilt und es gab Fragen wie „Nimmst Du Dein Handy abends mit ins Bett?“ oder „Hast Du am Bett einen Fernseher?“.

Eine Ausstellung über Judenverfolgung, „Wir lernen Altgriechisch“ oder etwas ganz praktisches, „Verkaufsstrategien im Supermarkt“, boten bei den Aktionsformen große Abwechslung. Etwas ruhiger ging es bei den Ausstellungen zu. Hier hatten Schüler in Schuhkartons ihr Traumkinderzimmer gebaut. Kohlezeichnungen erhielten großes Lob von den erwachsenen Betrachtern, und „Ninas Welt“ zeigte bunte Figuren, die den Betrachter froh stimmten.

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