Sängerkreis ehrt Jubilare in der Historischen Brennerei

Rund 30 Sängerinnen und Sänger wurden in der Historischen Brennerei geehrt. ▪

RÖNSAHL ▪ „Singen ist Leben, Singen ist Freude, Singen ist Liebe, öffnet das Herz.“ Mit diesen Worten, die das Wesen des Gesangs treffend charakterisieren, eröffnete Friedrich Brühne in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bezirks Obere Volme im Sängerkreis Lüdenscheid die Jubilarehrung.

Wie das nun bereits im achten Jahr in dieser Weise praktiziert wird, hatte der Sängerkreis Lüdenscheid auch diesmal wieder eine gemeinsame Feierstunde arrangiert, wobei alle Jubilare der im Bezirk Volme bestehenden Chöre geehrt werden sollten. Diesmal war die Wahl des Veranstaltungsortes auf die Historische Brennerei in Rönsahl gefallen.

Damit sich die Gäste aus dem gesamten Sängerbezirk rundum wohlfühlen konnten, hatte nicht zuletzt der gastgebende MGV Rönsahl gesorgt. Fleißige Sängerfrauen waren mit einem Kuchenbüfett und passenden Getränken nicht nur um das leibliche Wohl ihrer Gäste bemüht, sondern hatten zuvor gemeinsam mit den Sängern auch den Raum geschmackvoll dekoriert.

„Mach was Schönes aus diesem Tag.“ Die altbekannte Weise aus der Feder von Heinz Gietz stellten die aktiven Sänger des MGV Rönsahl, die im Verlaufe des Nachmittags noch mehrmals mit volkstümlichem Liedgut erfreuen konnten, gewissermaßen als Leitmotiv über die gesamte Veranstaltung, die dann auch im entsprechenden Geist über die Bühne gehen sollte und nach einem Grußwort von Ortsbürgermeister Horst Becker als eröffnet galt.

In Vertretung des ersten Vorsitzenden des Sängerkreises Lüdenscheid Torsten Potthoff hatte Vorstandsmitglied Rolf Ahrens die Aufgabe übernommen, die anstehenden Jubilarehrungen vorzunehmen. Mit den Worten „Der Gesang ist die Muttersprache alle Menschen“ und der Feststellung, dass Vereine und Gruppen, die sich dem Gesang verbunden fühlten, eine unverzichtbar wichtige Aufgabe in der Öffentlichkeit erfüllten, leitete der Sprecher die Ehrungen ein. An alle 30 zu ehrenden Sängerinnen und Sänger gewandt, würdigte Ahrens deren oftmals schon seit Jahren und Jahrzehnten bewiesene Treue zu Verein und Sängergemeinschaft und den dabei gezeigten Idealismus mit der Feststellung: „Ihr habt euch um das Chorwesen in der Region verdient gemacht.“

Besonderer Anlass zur Freude, so der Sprecher, sei immer wieder gegeben, wenn auch junge Menschen den Weg zum Chorgesang finden, wie das beispielsweise für die beachtlichen Aktivitäten des Meinerzhagener Kinderchores gelte. Für jeweils fünfjähriges Mitwirken in den Reihen des Kinderchores konnten somit Eilin Bielak und Jana Waßerfuhr, für schon zehnjähriges aktives Mitsingen Saskia Kremer und Sarah Neumann eine entsprechende Urkunde des Bezirks Obere Volme entgegennehmen. Jeweils zehn Jahre aktiv dabei sind auch Elke Witulski-Kücüc, Detlef Scholtyssek und Jacek Zydek von den Swinging People im Meinerzhagener Kinderchor (MKC).

Bereits seit einem Vierteljahrhundert halten Helmut Schröter (MC Kierspe), Dorothea Mattheus und Christa Rudolph (beide A capella Chor Valbert) sowie Helga Podszus, Margret Treusch, Erika Steiner und Peter Dolscheid (alle Chor 70) ihrer Chorgemeinschaft die Treue, was auch für Sabine Hessmann (Chor Westfalia Valbert) gilt. Für alle gab es die Ehrenurkunde des Sängerkreises Lüdenscheid.

Gar schon 40 Jahre gehören Reinhard Schmidt (Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum) sowie Karl-Heinz Schnerr und Werner Koch (beide MC Kierspe) zu den unverzichtbaren Stützen ihres Chores, was ebenso bei Paul Stephan (Chor Westfalia Valbert) der Fall ist und auch für Hannelore Haferkamp, Hedi Finkeldey, Meinhild und Karl Lerch sowie Ingrid Lienenkämper, die zudem sogar zu den Gründungsmitgliedern des Chores 70 zählen, in gleichem Maße gilt. Die Genannten wurden mit der Ehrenurkunde des Chorverbandes NRW ausgezeichnet.

Ein leuchtendes Beispiel für unverbrüchliche Vereinstreue und die Liebe zum Chorgesang wie die Wertschätzung für das unverzichtbare Kulturgut, das im deutschen Liedgut bewahrt wird, gleichermaßen sind indes Lothar Winkelmann (Chor Westfalia Valbert), Eberhard Schreiber (MGV Eintracht Winzenberg) sowie Eduard Kayser (MGV Volmequelle Scherl), die unter dem Beifall der Versammlung mit der Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes wie dem dazugehörigen Ehrenausweis bedacht wurden. Erst recht gilt das allerdings für Helmut Niemeyer, der nun bereits seit 65 Jahren als aktiver Sänger im Männerchor Kierspe aktiv ist und für seine Verdienste die höchst selten verliehene Verdienstplakette des Deutschen Chorverbandes in Gold nebst der dazugehörigen Anstecknadel aus reinem Gold bekam.

Zum Ausklang des offiziellen Teils galt es noch, zwei Sänger, die gleichzeitig mit langjähriger Vorstandsarbeit in ihren Vereinen betraut sind, zu ehren. Dabei handelt es sich um Ernst Friedrich Schürfeld, der seit 20 Jahren die Geschicke des MC Kierspe verantwortlich leitet, sowie um Helmut Kötter, seit einem Vierteljahrhundert als Schriftführer beim MGV Rönsahl unverzichtbar. Die Genannten wurden mit der Verdienstplakette des Deutschen Chorverbandes in Bronze beziehungsweise Silber ausgezeichnet. ▪ cr

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