Verhandlungen das größte Problem

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Zu den einfachen Teilabschnitten gehört die Windfuhr: Nachdem die Fahrbahndecke saniert wurde, könnte die Straße ab nächsten Jahr als Radweg genutzt werden.

Kierspe - Die Machbarkeitsstudie für den Volmetalradweg lässt zwar nach wie vor auf sich warten – der wesentliche Grund dafür sind die Grundstücksverhandlungen.

Das wurde am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung deutlich. Denn in dieser lieferte Jens Ebener vom Stadtplanungsbüro ASS einen Sachstandsbericht. „Es geht nicht so schnell wie erhofft, denn wir müssen dicke Bretter bohren“, machte der Planung deutlich. Der größte Teil des 23 Kilometer langen Waldwegs liege in der Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen.NRW, führte Ebener aus.

Anhand von Karten, verbunden mit einer Reihe von Fotos, gibt der Planer Stück für Stück die Strecke durch: In Meinerzhagen sei der Radweg vom Bahnhof bis zur B 54 fertig, das Stück bis Neuebrücke sei von Straßen.NRW zu machen. Dann geht es über eine schmale Brücke – wobei noch unklar ist, ob diese verbreitert oder eine neue gebaut wird – hinauf zur Straße Windfuhr und auf dieser weiter bis zur Kreuzung mit der Kölner Straße. Über diese Straße müssten sich dann die Radfahrer quälen, wie es Jens Ebener ausdrückte.

Mittelfristig gehe man davon aus, dass die Eisenbahnbrücke über die Kölner Straße erneuert und dann gleich parallel einen Radweg erhält. Bis dahin sollte eine Signalisierung den Radlern das Überqueren der B 237 erleichtern. Armin Jung (FDP) mahnte in diesem Zusammenhang, dabei die Fußgänger nicht zu vergessen. Der Radweg sei ab ZOB und Bahnhof – dort soll eine Radabstellanlage installiert werden, die Ausschreibung dafür wird derzeit vorbereitet – bis zum Hammerkamp mit einer Anbindung an die B 54 eigentlich schon nutzbar.

Gleiches gelte für die Windfuhr, die eine neue Fahrbahndecke erhalten hat. Schwieriger sei da der Abschnitt Hammerkamp bis Sankel, führte Jens Ebener aus, weil dies über einen Wirtschaftsweg verlaufen soll, der gleichzeitig Reittrasse ist. Während die Verhandlungen dazu abgeschlossen sein sollen – der letzte Vertrag sei am Donnerstag unterschrieben worden – , gelte es noch, eine Abstimmung mit dem Reiterverein zu finden. Eine Möglichkeit könnte sein, dass Reiter einen weiter oben am Hang verlaufenden Wanderweg nutzten. Dazu, so wurde in der Sitzung bereits angekündigt, gibt es eine Anliegerversammlung am 12. Dezember. Während es schwierige Verhandlungen hinsichtlich des Grunderwerbs für den Ragweg in Sankel gibt, gibt es laut Ebener Lösungen für den weiteren Verlauf auf einem Wirtschaftsweg bis Vollme.

Das gilt auch für die kleinen Bachläufe, die den Volmetalradweg bis In der Grüne kreuzen. Dann werde es aber eng, eine Möglichkeit wäre, den dort vorhandenen Obergraben der Volme bis fast nach Bollwerk zu nutzen. Bis Haus Rhade gebe es zwar geeignete Waldwege, doch die befänden sich im Privatbesitz – und ein Verkauf sei nicht möglich. „Das ist eine enge Kiste“, machte der Planer klar, dass man nach Alternativen mit Brücken und an engen Stellen suchen müsse. Dabei sei auch zu beachten, dass der Radweg nicht direkt an der Volme verlaufen dürfe.

„Aus Naturschutzsicht bekommen wir das nicht genehmigt“, weil dann der Weg im Überschwemmungsgebiet des Baches liegen würde. Nach Haus Rhade gelange der Radweg unter der Brücke der Schleifkottenbahn auf Halveraner Gebiet und führe dann – einschließlich einer Anbindung an den Bahnhof Oberbrügge – über den Ohler Weg weiter nach Brügge und dort schließlich auf einer nicht mehr genutzten Bahntrasse nach Schalksmühle. Eine Weiterführung des Volmetalradwegs nach Hagen sei derzeit nicht in Planung, erklärte Jens Ebener auf entsprechende Anfrage aus dem Gremium. Ebenso machte er deutlich, dass „einfache“ Teilstücke wie Windfuhr oder Bahnhof-Hammerkamp im nächsten Jahr schon realisiert werden könnten. Die geplante Radabstellanlage am ZOB/Bahnhof – von einem Servicebetrieb mit Kiosk oder ähnlichem hat man abgesehen – soll noch in dem Ausschuss vorgestellt werden.

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