Sachspenden für Kinderheim

Nach Baby-Fund im Müll: So läuft die Spenden-Aktion einer Kiersperin

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Nadine Kleinfeld zeigt einen der mit Spenden bepackten Kartons.

Kierspe - Der Schock war groß, als Mitte Juni die Nachricht vom Fund eines neugeborenen Babys in einem Müllsack kam. Doch er führte auch zu einer Sachspendenaktion, mit der insbesondere Mütter aus der Volmestadt ihre Fürsorge unter Beweis stellen wollen. Das ist gelungen.

Initiatorin war Nadine Kleinfeld, selbst erst seit wenigen Monaten Mutter eines kleinen Jungen, die unter dem Motto „Nicht urteilen, sondern aktiv handeln“ über die sozialen Medien wie Facebook und Whatsapp dazu aufrief, Spenden für ein Kinderheim zu sammeln. Dafür hatte sie sich das Haus St. Josef in Lüdenscheid ausgesucht, nachdem sie die entsprechenden Gespräche mit dem Geschäftsführer der Einrichtung geführt und die Aktion abgestimmt hatte.

Mittlerweile hat sie nicht nur zahlreiche Spender gefunden – in der Mehrheit Mütter, die teilweise ebenfalls noch kleine Kinder haben – , sondern mit Sandra Piturro auch jemanden, der ihr bei der Organisation und Abwicklung der Sachspendenaktion hilft.

„Sie ist eine sehr große Hilfe“, freut sich Kleinfeld über die tatkräftige Unterstützung. Schließlich geht es nicht nur darum, Sachspenden wie Kleidung (von Baby- bis zu Erwachsenengrößen), Babyzubehör wie Oberbetten, Wickeltisch und Auflagen, Maxikosi, Spielzeug, Kuscheltiere, Handpuppen und vieles mehr zu sammeln.

Alles ist fein säuberlich verpackt und mit einem Inhaltsaufkleber versehen.

Die Sachen werden auch in Kartons verpackt und mit einem Inhaltszettel versehen. So kann der Spendenempfänger die Kartons erst einmal einlagern und nach Bedarf die Sachen entnehmen. Rund 20 solcher Spendenkartons sind bereits zugesagt. Sie werden am Freitag in einem (kurzzeitigen) Zwischenlager eingelagert, um Anfang August den Weg zur Einrichtung Haus St. Josef anzutreten.

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So kann man spenden:

Sie sollten sich per E-Mail bei Nadine Kleinfeld (spendenaktion2019@gmx. de) melden und können ihren Karton am Freitag, 26. Juli, zwischen 11 und 12.30 Uhr im Zwischenlager, Kiersperhagen 11, abgeben – die Firma Optitek (Geers) stellt nicht nur den Lagerraum, sondern auch einen Kleinlastwagen für den Spendentransport nach Lüdenscheid zur Verfügung.

Natürlich kann die Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Eltern, in der Familienarbeit und -therapie geboten wird, auch finanziell unterstützt werden. Entsprechende Anfragen hat Nadine Kleinfeld direkt an das Haus St. Josef (IBAN: DE71 45 8500 0500 0000 9969) verwiesen, das auch Spendenquittungen ausstellen kann.

Auch wenn Sandra Piturro und Nadine Kleinfeld kein Geld annehmen können, so laufen Überlegungen, wie die Unterstützung der Einrichtung fortgesetzt werden könnte. So hat eine Spenderin bereits nachgefragt, ob es nicht die Möglichkeit einer Patenschaft gebe.

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