Spendenaktion geht voran

Spendenaktion nach Baby-Fund im Müll - von Babykleidung bis Wickeltisch

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Lennox und Ilias (sieben und vier Jahre) haben ihrer Mutter dabei geholfen, den Spendenkarton zum Zwischenlager zu bringen. Darüber freuten sich nicht nur die Initiatorinnen Sandra Piturro und Nadine Kleinfeld, sondern auch Sarah Wimmer und Daniela Mues vom Haus St. Josef.

Kierspe - Die Freude ist groß: Auf der einen Seite bei Nadine Kleinfeld und Sandra Piturro, die am vergangenen Freitag die Kartons mit den Sachspenden für das Haus St. Josef in Lüdenscheid in einem Zwischenlager – von einem Kiersper Unternehmen zur Verfügung gestellt – unterbringen konnten.

Andererseits haben sich Daniela Mues, stellvertretende Einrichtungsleitung von St. Josef, und Bereichsleiterin Sarah Wimmer ein erstes Bild von den Sachen gemacht, die der Einrichtung ab dem kommenden Wochenende zur Verfügung stehen werden. Dabei lobten sie die zumeist Mütter von kleinen Kindern nicht nur für die Spenden, sondern insbesondere auch Sandra Piturro und Nadine Kleinfeld für die sehr gute Vorbereitung.

Denn auf jedem Karton ist ein kurzes Inhaltsverzeichnis geklebt. Daher müssen die Kartons, wenn sie am kommenden Wochenende mit einem Kleinlastwagen, den ein Unternehmen zur Verfügung stellt, nach Lüdenscheid gebracht werden, im Haus St. Josef nur noch eingelagert werden. Bei Bedarf können die Sachen schnell aus einem der Kartons herausgeholt und verteilt werden.

Insgesamt kamen doch noch deutlich mehr Sachspenden als erhofft zusammen: Mittlerweile sind es 30 Kartons und drei Wäschekörbe, dazu noch andere Spenden wie Wickelkommode und Kleinkinderautositze. „Die Kinder, Mütter und Väter werden überrascht sein und sich dann sehr freuen, wenn sie die Sachen erhalten“, sind Daniela Mues und Sandra Wimmer überzeugt.

Und der Lagerplatz in der Einrichtung reiche gerade noch aus, um die Sachspenden unterzubringen. Aktuell sind es mehr als 100 Kinder und Mütter oder Väter, die aus unterschiedlichsten Gründen Hilfe, Betreuung und Unterstützung im Haus St. Josef und seinen Wohn- und anderen Gruppen erhalten. Im Übrigen sind es nicht nur Kinder und Familien aus Lüdenscheid, sondern ebenfalls aus Kierspe, Meinerzhagen und Halver, die Hilfe in der Einrichtung erfahren.

Sie können helfen

Um aus der Sachspendenaktion – Anlass war die traurige Nachricht von einem Neugeborenenfund in einer Mülltüte in Kierspe – eine nachhaltige Unterstützung der Einrichtung zu machen, besteht die Möglichkeit, Geld zu spenden. Eine personifizierte Patenschaft sei leider nicht möglich, erklärte Daniela Mues auch für Geschäftsführer Jörg Fengels, denn in der Einrichtung sollen alle Kinder gleich behandelt werden. Dies bedeutet, dass sie alle an Freizeiten, schulischen oder anderen Veranstaltungen, die Geld kosten, dann auch teilnehmen sollen und können.

Daher kann jeder, der auch weiterhin Fürsorge zeigen möchte, einmalig oder ebenso regelmäßig Geld auf das Konto mit der IBAN DE71 45850005 0000 009969 einzahlen. Wenn die Überweisung den Verwendungszweck „Spende“ erhält, so erklärt Mues, werde sie auf das „Kinder-Konto“ weiter geleitet, verschwindet damit nicht im Gesamthaushalt der Einrichtung.

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Vielmehr werden mit dem Geld dann die Kosten für die genannten Sachen beglichen, weil die Kinder beziehungsweise ihre Eltern dies nicht bezahlen können. Weitere Informationen dazu gibt es auch bei Jörg Fengels, Geschäftsführer der Einrichtung in Lüdenscheid, der per E-Mail an j.fengels@hsj-online.de zu erreichen ist. Erste Geldspenden in Höhe von insgesamt 400 Euro sind bereits auf dem Konto des Hauses St. Josef eingegangen. Sie stammen von einem Kiersper Unternehmen sowie von einem Verein aus der Volmestadt.

Haus St. Josef

Das Haus St. Josef wurde im Jahr 1900 von Franziskaner Ordensschwestern als Waisenhaus gegründet. Heute bietet die Einrichtung differenzierte stationäre und ambulante Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien an. „Der systemische Ansatz ist in unserer Arbeit von zentraler Bedeutung. Wir sehen die zu uns kommenden Familien in einem komplexen Kontext sozialer und emotionaler Bezüge“, beschreibt die Einrichtung ihren Ansatz, und weiter: „Respektvoller und wertschätzender Umgang sowie eine offene Atmosphäre, die von Annahme und Wertschätzung geprägt ist, sind für uns selbstverständlich“.

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