Närrischer Abend im katholischen Gemeindehaus

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Mit ihrem Schwarzlichttheater hatte diese Gruppe eine ausgefallene Nummer gefunden und kam ohne Zugabe nicht von der Bühne. –

KIERSPE – Tränen gelacht haben die Besucher der Karnevalsveranstaltung, die am Freitagabend im katholischen Gemeindehaus am Glockenweg auf dem Programm stand. Zum vierten Mal feierten die Frauen den Karneval dort nicht nur unter sich, sondern öffneten die Türen auch für Männer. Von Gertrud Goldbach

Es ist freilich ein Unterschied, ob nur weibliche Karnevals-Fans den Saal bevölkern, oder ob das Publikum gemischt ist. So ist häufig bei der Mittwochsveranstaltung während des Programmes mehr Leben unter den Närrinnen. Das machen jedoch die Narren am Freitagabend durch erhöhte Aktivitäten nach dem Programm wieder wett, so hat jede Veranstaltung etwas für sich. Und wer selber aktiv ausgelassen bis in die Morgenstunden feiern will, der ist bei der Freitagssitzung genau richtig.

Fast vierstündiges Karnevalsprogramm

Um Punkt 19.11 Uhr eröffnete die Stadtkapelle den närrischen Abend und heizte dem Publikum sogleich ein. So wurde gesungen und sich schonmal „warmgeschunkelt“ für das fast vierstündige Programm. Durch dieses führten die Frauen aus Kierspe und Meinerzhagen lockerer als noch am Mittwochabend. Dort, wo sie zwei Tage zuvor noch aufgeregt und etwas unsicher waren, meisterten sie nun souverän ihren Part.

„Zugabe“ – das war der Zuruf, den die Akteure oft zu hören bekamen und so wurde mancher Tanz und manches Lied einfach wiederholt. Tränen gelacht haben die Volmetaler bei dem Loriot-Sketch „Die Blömanns“. Mechtild Schröder, wieder von ihrer Grippe weitestgehend genesen, durfte nun den sich nicht festlegen wollenden Herrn Blömann spielen. Von wegen, seine Lieblingsfarbe ist blau – nein, sie ist blaugrau mit einem Schuss rot, ins Gräuliche gehend und mit der Tendenz zu lila. Spaß machte ihm die Nachhilfestunde im Küssen am nicht-lebenden Objekt. Kaufen wollte er die Übungspuppe, ob neu oder gebraucht.

„An Tagen wie diesen“ – mit diesem Song von den Toten Hosen holte Pastor Gregor Myrda die Volmetaler von den Sitzen. Quirlig und sich total verausgabend wuselte er durch den Saal, über die Bühne und stand dort dann in einem „Blumenregen“. Abermals forderten die Närrinnen und Narren eine Zugabe, die diesmal in Form eines Irish Step Dance dargeboten wurde.

Bis auf wenige Ausnahmen waren die Besucher am Freitagabend verkleidet: So gab es unter anderem einen furchteinflößenden Piraten und seine Lieblingspiratin zu sehen, ein Pärchen hatte die vertraute Alm verlassen, und sogar Blumenkinder aus den 60er Jahren hatten sich in die Neuzeit verirrt.

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