Kirchliche Leitungsgremien tauschen sich aus

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Zu einem Erfahrungs- und Terminaustausch trafen sich die Leitungsgremien der christlichen Kirchen.

Kierspe - Einmal jährlich treffen sich die Vertreter der Leitungsgremien der evangelischen Gemeinde, Freien evangelischen Gemeinde (FeG), der Landeskirchlichen Gemeinschaft Vollme und der katholischen Kirche.

Bei der Zusammenkunft geht es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen oder Ideen auszutauschen.

Dieses Mal trafen sich im Gemeindehaus am Glockenweg gut 30 Frauen und Männer zum „runden Tisch“ und wurden von Pastor Gregor Myrda aus der katholischen Gemeinde begrüßt. Nach einer kurzen geistlichen Einstimmung stellten sich alle Anwesenden der Gruppe vor und trafen sich dann bei einem kleinen Imbiss mit Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. Iris Lämmer von der FeG berichtete über den Planungsstand von „Christ sein in Kierspe“, einer Woche voller ungewöhnlicher Einladungen, die vom 15. bis zum 21. November stattfinden wird.

Termine und Aktionen in den Gemeinden

Pastor Siegfried Ochs von der FeG kündigte an, dass vier Wochen vor dem Beginn der Aktion auf dem Lidl-Parkplatz samstags Obst verteilt und so auf die Woche hingewiesen werden soll. Andrea Bahr machte in dem Zusammenhang auf das Kinderbibelwochenende vom 2. bis zum 4. Oktober aufmerksam.

Ulrich Jatzkowski bat die Pfarrer, bei ihren regelmäßigen Treffen darauf zu achten, dass sich Kommunions- und Konfirmationstermine nicht überschneiden, um Verwandten und der Gastronomie entgegenzukommen.

Beim Tagesordnungspunkt „Entwicklungs- und Strukturprozess in unseren Gemeinden“ ging es um die Zukunft der Gemeinden. Da die Zahl der Kirchenmitglieder und Gottesdienstbesucher weiter zurückgehe, müssten auch die Gebäudekonzepte weiter überdacht werden, hieß es. „Rönsahl wird es am meisten treffen“, so Ulrich Jatzkowski. „Ist dort die katholische Kirche weg, wird es dort auf sehr lange Zeit kein Gotteshaus mehr geben.“ Daher stelle sich die Frage, ob man künftig nicht eine Kirche für beide Glaubensrichtungen nutzen könne, regte er an. Das waren für Pfarrer Martin Spindler und Pfarrer George Freiwat interessante Überlegungen. „Wir wollen dem Bistum Essen da eine Idee präsentieren.“ Das sei besser, als mit vollendeten Tatsachen konfrontiert zu werden, so Christoph Gebauer vom Kirchenvorstand der katholischen Pfarrei, der sich dabei auf die Gebäudesituation in Rönsahl und Meinerzhagen bezog.

Pfarrer George Freiwat und Pfarrer Reiner Fröhlich erklärten, dass sie die Situation ihrer Gemeinden als stabil einschätzten, da ja vor nicht langer Zeit das Predigtzentrum Felderhof geschlossen worden sei. Weitere Pläne gebe es derzeit nicht. „Was wohl auch zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit dem Geld beigetragen hat, ist, dass die Gemeinden seit zehn Jahren die Gehälter der Pfarrer erwirtschaften müssen“, so Pfarrer Reiner Fröhlich. „So haben wir direkte Auswirkungen gespürt und uns damals entschlossen, Felderhof zu verkaufen.“

Im Anschluss tauschte man sich über die Anzahl der Gottesdienstbesucher und ihre Altersstruktur aus. Dabei stellte sich heraus, dass der Altersdurchschnitt bei den normalen Gottesdiensten höher ist. Themengottesdiensten wie etwa der „3-G-Gottesdienst“ oder „enJoyJesus“ ziehen hingegen ein jüngeres Publikum an. Auch besondere Aktionen der Kirchen würden gut angenommen, hieß es. Als Beispiel wurde das „Vater-Kind-Zelten“ der Landeskirchlichen Gemeinschaft Vollme genannt.

Zuletzt wurde über das von der evangelischen Gemeinde gewährte Kirchenasyl für einen kurdischen Syrer gesprochen. Pfarrer George Freiwat schilderte den Anwesenden die Hintergründe (wir berichteten). Die Leitungsgremien treffen sich im März des kommenden Jahres erneut.

Gertrud Goldbach

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