Behütete Kindheit im Fokus

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Im Rahmen des von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Vollme initiierten Mütter-Gesprächskreises „Freitagsfragen – Alltagsfragen“ fand gestern ein weiteres Treffen im Gemeindehaus Vollme statt.

Kierspe - Wie gehe ich sinnvoll mit den neuen Medien und den vielerlei Einflüssen um, die Internet und Smartphone, Handy, Facebook und mehr auf Kinder und Jugendliche ausüben – und das bereits seit frühester Kindheit? Diesen und anderen Fragen zum Geist der Zeit gingen die rund 20 Frauen und Mütter nach, die auf Einladung der Landeskirchlichen Gemeinschaft Vollme und der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe gestern im Gemeindehaus am Herlinghauser Weg in Vollme zusammengekommen waren.

In der Reihe „Freitagsfragen – Alltagsfragen“ hatte diesmal Referentin Angelika Bahr im Anschluss an ein zuvor gereichtes gemeinsames Frühstück zum Meinungsaustausch zu einem Themenkomplex eingeladen, in dessen Mittelpunkt die Auswirkungen sozialer Medien speziell auf Heranwachsende standen.

Dass die Veranstalter mit diesem Thema einmal mehr aufs richtige Pferd gesetzt hatten, zeigte die im Laufe der lebhaften Diskussion zu dieser aus unterschiedlichen Blickrichtungen beleuchtete „Ist-Situation“. Natürlich, so befand die Runde nahezu unisono, haben altbewährte Formen des Miteinanderumgehens von „Jung und Alt“ und positive Dinge des Aufwachsens im wohlbehüteten Familienkreis nach wie vor ihre Daseinsberechtigung, wenngleich der Begriff der intakten Familie heutzutage in vielen Fällen kaum mehr als eben ein Schlagwort sei.

Diesmal lud Referentin Andrea Bahr unter der Überschrift „Behütete Kindheit?“ zur Diskussion ein.

Das gute alte Telefon aus der eigenen Jugendzeit stehe heute längst schon im Museum, habe Internet und Smartphone weichen müssen. Dass man indes die Zeit weder zurückdrehen könne noch wolle, war ebenso Konsens wie die Einsicht, dass die modernen Medien aus dem Lehr- und Lernprozess in der Welt der Erwachsenen wie erst recht von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken sind und – sinnvoll und zielführend angewandt – bereits frühzeitig zu einem wichtigen Begleiter im Berufs- und Alltagsleben werden können.

Dass Eltern, die ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen, von Anfang an allerdings für das rechte Maß bei Medienkonsum ihres Kindes sorgen müssen, war unbestritten. Gemeinsam erarbeitete die Gesprächsrunde Tipps für entsprechende Verhaltensweisen, die dahin führen, Kindern ein gutes Selbstwertgefühl zu vermitteln, das unabhängig von YouTube, Instagram und Facebook erwachse.

Wie unverzichtbar wichtig dabei der ständige Dialog mit Jugendlichen ist, das Vermitteln dessen, dass Eltern ständig ein offenes Ohr für alles haben, ihr Kind ernst nehmen, ihm Anerkennung und Wertschätzung zollen, galt als wertvolle und gemeinsam erarbeitete Orientierungshilfe.

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