Rund 60 Besucher bei Weihnachtsabend im Hand in Hand

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Lieder in deutscher und englischer Sprache wurden unter der Regie von Gundula Schneider (Mitte) angestimmt.

Kierspe - Gut 60 Frauen und Männer aus Syrien, Aserbaidschan, Kurdistan und Kierspe kamen an Heiligabend ins soziale Bürgerzentrum Hand in Hand.

Zu einem Weihnachtsabend in Gemeinschaft hatten die evangelische Kirchengemeinde und die Landeskirchliche Gemeinschaft Vollme eingeladen.

Margitta und Gerd Wülfrath, Christa Meißner sowie Gerlinde Stahl hatten gekocht, kleine Geschenke verpackt, den Weihnachtsbaum geschmückt und die Tische aufgestellt. Als Hauptausrichter hatten Margitta und Gerd Wülfrath schon in den Jahren zuvor zu Weihnachtsabenden in Gemeinschaft eingeladen. Diese fanden jedoch entweder bei ihnen zu Hause oder im Lutherhaus statt.

Ein kleiner Tannenbaum stand festlich geschmückt auf einem Tisch. Die weiteren Tische im Bürgerzentrum waren mit weihnachtlichen Gestecken mit Kerzen und Teelichtern dekoriert worden. Zum fünften Mal feierten Margitta und Gerd Wülfrath mit anderen zusammen Heiligabend – und bereits zum zweiten Mal mit Flüchtlingen. Familien mit ihren Kindern waren gekommen, auch junge Männergruppen waren da. Die Verständigung klappte. Viele der Flüchtlinge konnten Englisch, einige von ihnen sogar schon ein wenig Deutsch. Gleichwohl hatten die Organisatoren vorgesorgt. Auf Blättern hatten sie die Weihnachtsgeschichte, die von Burkhard Meißner vorgelesen wurde, in viele Sprachen übersetzt und an die Besucher verteilt. Auch bei den gemeinsam gesungenen Liedern wurden zumeist deutsche, aber auch englische Versionen angestimmt.

Gundula Schneider fungierte als Hauptübersetzerin zwischen den Gastgebern und den Besuchern und begleitete alle beim Singen der Weihnachtslieder auf der Gitarre. Doch nicht nur sie alleine bediente den musikalischen Part. So hatte Gundula Schneider eine Kiste mit Instrumenten mitgebracht, die sie und unter den Anwesenden verteilte. Ein Xylophon war darunter, ein Schellenring oder auch eine Rassel.

Nach dem Singen hielt Burkhard Meißner eine kurze Andacht, die Gundula Schneider für die Gäste ins Englische übersetzte. „Ob in Deutschland oder in Syrien geboren, das konnte ich bei meiner Geburt nicht entscheiden, ob im Krieg oder in Frieden, ob in Reichtum oder in Armut“, gab Meißner den Anwesenden zu bedenken und machte deutlich, dass niemand etwas dafür getan hat, in der Situation zu leben, in der er lebt.

Ein gemeinsames Essen stand auch auf dem Programm. Margitta Wülfrath hatte zu Hause fleißig gekocht – alles ohne Schweinefleisch, denn die Gäste waren größtenteils Moslems. Auch einige der Besucher brachten süße Köstlichkeiten nach Rezepten aus ihrer Heimat mit.

Nach dem Essen erhielt jeder Gast ein kleines Geschenk, eine Tafel Schokolade mit einem aus Tonpapier ausgeschnittenen Weihnachtsstern und einem Teelicht.

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