Rund 70 Austauschschüler aus fünf Kontinenten

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Frank Bisterfeld vom Rotary-Club Meinerzhagen (2. von rechts) stellte die Rotexer mit ihrem Präsidenten Hendrik Thiele (rechts) vor.

KIERSPE - „Inbounds please take your seat with your parents“ – „Inbounds, bitte setzt euch neben eure Gasteltern“, begrüßte Frank Bisterfeld vom Rotary-Club Meinerzhagen am Sonntagmorgen die soeben eingetroffenen Austauschschüler im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Gesamtschule Kierspe. Bereits zum siebten Mal fand dort das vom Rotary-Club organisierte Treffen von Austauschschülern statt.

Die so genannten „Inbounds“ verbringen ein Jahr in Deutschland und gehen hier auch zur Schule. Sie leben während dieser Zeit in Gastfamilien. Und damit das Zusammenleben gut gelingt, gab es im PZ für die Familien der rund 70 Schüler aus allen Kontinenten Tipps und Regeln für die Zeit in Deutschland.

„Wir haben heute eine Überraschung“, sagte Bisterfeld und stellte mit diesen Worten die Bläserklasse der sechsten Klasse der Gesamtschule mit ihrer Lehrerin Petra Menges vor. Die Jungen und Mädchen proben seit nicht ganz einem Jahr zusammen und hießen die neuen Inbounds mit ihren eingeübten Stücken willkommen.

Schüler studieren Präsentationen ein

Begrüßungsworte gab es auch von Claudia Sprakel, Teammitglied von Distrikt Chair, Ulrich Schürmann, dem Governor von Distrikt 1900, sowie Martin Schriever, dem Präsidenten des Rotary-Clubs-Meinerzhagen, den es besonders stolz machte, dass diese Veranstaltung bereits seit dem Schuljahr 2006/2007 in der Gesamtschule Kierspe stattfand und dankte auch den Helfern, allen voran Frank Bisterfeld.

Danach teilten sich die Inbounds in Ländergruppen auf, um in verschiedenen Klassenräumen eine Präsentation einzustudieren, die das typische ihres Herkunftslandes, wie Kultur, Mentalität, Lieder und Traditionen zeigen sollte.

So probten die Chilenen ein Flötenspiel auf der Quena, einem typischen Instrument aus den Anden ein. Die amerikanischen Austauschschüler übten Lieder und einen Tanz ein und liefen mit einem Football durch ihre Flaggen um an ein Rugbyspiel zu erinnern. Ein Medley mit typischen brasilianischen Gesängen studierten die Brasilianer ein und einen Tango die Argentinier. Die Inbounds aus Australien und Neuseeland bereiteten eine Quizshow vor, bei denen die Gäste in der Gesamtschule die australische Sängerin Kylie Minogue und die ebenfalls aus „down under“ stammenden Schauspieler Hugh Jackman und Paul Hogan erraten mussten. Ein Lied aus Indien begleitet mit Tanz übten die Schüler aus Asien ein.

Deutschlandtour steht auf dem Programm

Zur gleichen Zeit informierte Frank Bisterfeld die Gasteltern im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule über wichtige Regeln im Zusammenleben mit ihren Austauschschülern. „Vertrauen muss erworben werden“, sagte er. Daher sei es wichtig sich bei einem Gespräch mit dem Gastkind darüber zu unterhalten, welche Bedürfnisse und Erwartungen der Schüler an sein Jahr in Deutschland hat und ihm andererseits aber auch klare Regeln aufzustellen. Verboten seien zum Beispiel Drogen und andere Rauschmittel. An oberster Stelle stehe die Integration und das Lernen der deutschen Sprache.

Außerdem stehe jedem Gastschüler ein so genannter „Counsellor“ als Kontaktperson zur Seite, die von Rotex gestellt würden. Zu dieser Organisation gehören ehemalige Austauschschüler, die sich nun um die Gäste aus dem Ausland kümmern. Diese planen auch Unternehmungen, wie zum Beispiel eine Deutschlandtour, die vom 24. September bis zum 4. Oktober stattfindet. „Dabei besuchen wir alle wichtigen deutschen Städte, wie zum Beispiel Hamburg, Berlin, München, Dresden und Weimar“, erklärte Tobias Meyer von Rotex.

Doch bis es soweit ist, konnten sich die Inbounds und ihre Gastfamilien am Sonntag erst einmal bei einem Mittagessen stärken, bevor am Nachmittag im PZ noch die eingeübten Präsentationen der Austauschschüler aus fünf Kontinenten aufgeführt wurden – allerdings ein wenig verspätet. Denn vorher musste noch die Feuerwehr anrücken, da ein Inbound versehentlich einen Alarmknopf in der Schule gedrückt und somit Feueralarm ausgelöst hatte.

Martina Papini

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