Rund 7000 Tonnen CO2 in Kierspe eingespart  

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Vier Fotovoltaikanlagen betreiben die Stadtwerke Kierspe für die Stadt. Diese befinden sich auf städtischen Gebäuden und liefern umweltfreundlichen Strom, mit dem etwa 66 Haushalte versorgt werden könnten.

Kierspe - Angesichts der aktuellen Diskussionen um den Klimaschutz zeigt die Stadt zusammen mit ihren Kooperationspartnern Stadtwerke GmbH und Mark-E auf, dass in Kierspe in den vergangenen Jahren rund 7000 Tonnen CO2 eingespart wurden – begünstigt durch verschiedene Fördermaßnahmen.

Letztlich seien auch die schon vorhandenen Fördermaßnahmen von Mark-E und der Stadtwerke Kierspe die Gründe, dass kein, wie im Rat gefordert, Umweltfonds eingerichtet werden kann. Zudem würden auch rechtliche Gründe dagegen sprechen. Wie Bürgermeister Frank Emde weiter erklärte, habe die Stadt derzeit keine finanziellen Möglichkeiten, solch einen Fonds zu füllen, da Kierspe eine Haushaltssicherungsgemeinde sei. 

Gleichwohl zeigten sich Emde und sein Beigeordneter Olaf Stelse dankbar über die „langjährigen Kooperationspartner“ – so der Bürgermeister – , mit deren Unterstützung eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt worden seien, um den Klimaschutz voranzubringen. So konnten beispielsweise zwei Elektroladesäulen mit vier Ladepunkten an Stellen eingerichtet werden, wo es in der Regel auch eine längere Verweildauer der Fahrzeuge geben würden: auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums und auf dem der Stadtwerke mit kurzen Wegen zum Rathaus und Rewe-Supermarkt. Dabei, so wurde betont, wolle man das Thema platzieren und kein Geschäft damit machen. Natürlich werde man das Thema im Auge behalten und, wenn es mehr E-Fahrzeuge geben und sich Warteschlangen an den Ladesäulen bilden würden, über Erweiterungen – sprich neue Ladesäulen – nachdenken. 

Geprüft werde derzeit auch, ob eine Ladesäule für E-Bikes am Bahnhof, wo eine Fahrradstation errichtet werden soll, möglich ist. Was angesichts nicht einheitlicher Ladesysteme schwierig sei. Zudem müssten die von den E-Bike- oder Pedelec-Fahrern mitgebrachten Ladekabel gesichert werden, um einen Diebstahl zu verhindern. 

Ebenso seien Fotovoltaik anlagen mit Hilfe von Mark-E und Stadtwerken auf städtischen Gebäuden installiert worden (Gesamtschule, Sporthalle, et cetera). „Wir haben die Gebäude mit der notwendigen Größe und Statik ausgesucht, auf denen es auch möglich ist“, betonte Olaf Stelse. Die Dächer der Grundschulen eignen sich weniger für Fotovoltaikanlagen. „Wir sind aber offen für Fotovoltaik“, hob Ronald Ludwig, Kommunalmanager der Mark-E, hervor, für Unternehmen ebenso wie für Private. Es würde auch bereits einige Anfragen geben. 

Sowohl bei den Stadtwerken als auch bei Mark-E gibt es Energiespar-Förderprogramme: Sowohl Ökostrom- als auch Gaskunden haben die Möglichkeiten, Förderprämien für ressourcenschonende Energiequellen, energieeffiziente Haushaltsgeräte oder im Bereich der Elektromobilität zu erhalten. Christian Lombardi, Prokurist der Stadtwerke Kierspe, wies auf den Gas-Tarif „Kierspe natur“ und die Förderung von 700 Euro beim Einbau einer Erdgas-Brennwertheizung beziehungsweise Heizungsumstellung auf Erdgas hin. „Klima Fair“-Stromkunden können beim Kauf von weißer Ware (Kühl-, Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Wäschetrockner mit der Effizienzklasse A+++) eine Förderung von 100 Euro erhalten. Die gleiche Summe gibt es für den Kauf eines Fernsehgeräts mit der Energieeffizienzklasse A++ und die Anschaffung von Elektrorollern, E-Fahrrädern oder eine hauseigene Ladestation wird mit 250 Euro bezuschusst. 

Wer diese Förderangebote nutze, leiste gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz, erklärten Frank Emde und Olaf Stelse. Die Stadt selber hat in den vergangenen Jahren 3,1 Millionen in die Energieeffizienz von Gebäuden investiert, spare weitere 291 Tonnen CO2 ein – auch durch Umrüstung der Straßenlaternen auf moderne LED-Technik. Der Bürgermeister kündigte bereits die nächste Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von 52 000 Euro – mit 13 000 Euro gefördert – an. Im Wesentlichen werden Laternen an der Pulver- und der Heerstraße LED-Licht erhalten. Außerdem gehöre Kierspe neben acht anderen Kommunen zum Energieeffizienznetz, das weitere Klimaschutzmaßnahmen erarbeite. Bei der Mark-E, so berichtete Ludwig, seien in den vergangenen zehn Jahren etwa 7300 Maßnahmen mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert worden. Dieser Topf sei zwar gedeckelt, doch bislang habe noch kein Antrag negativ beschieden werden müssen. Gleiches gelte für die Kiersper Stadtwerke, fügte Lombardi hinzu. Der Wasser- und Gasversorger unterhält nicht nur die beiden E-Ladesäulen, für welche die Mark-E umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien liefert, sondern betreibt auch vier Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 244 Kilowatt – damit könnten 66 Haushalte mit Strom versorgt werden

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