Erfolgreiche Blitzer im Kiersper Stadtgebiet

Einzig an der Bundesstraße 237 in Varmert steht eine aktive stationäre Blitzeranlage.

Kierspe - Sie sind ein notwendiges Mittel gegen schwere Verkehrsunfälle, für viele sind sie aber auch ein Ärgernis: Rund 287 Mal waren in 2015 an verschiedenen Stellen in Kierspe mobile Geschwindigkeits-Messgeräte im Einsatz. Hinzu kommt die dauerhaft aktive Radarfalle in Varmert (B 237).

In der Regel stehen die Blitzer in besonders schutzwürdigen Zonen, wie vor Schulen oder Kindergärten, sagt Hendrik Klein, Pressesprecher der Kreisverwaltung, die gemeinsam mit der Polizei das Tempo der Autofahrer in der Stadt misst. 

„Unsere Mitarbeiter können sich nicht einfach nach Lust und Laune irgendwo hinstellen. Die Orte werden im Vorfeld genau festgelegt. Dabei fließt unter anderem die Auswertung der Unfall-Kommission in die Auswahl der Standorte ein. Die Gruppe der Verkehrsexperten setzt sich aus Vertretern der Bezirksregierung, von Straßen.NRW, der Kreispolizeibehörde sowie der Straßenverkehrsbehörde des Kreises zusammen. Manchmal nehmen wir auch Beschwerden von Anwohnern mit auf“, erklärt der Kreissprecher. 

„Generell kommt es bei der Standortwahl aber auch auf die Lage, den Abstand zum Bürgersteig oder den Winkel zur Straße an.“ Nicht jeder Verkehrsteilnehmer, bei dem der stationäre oder eine der zahlreichen mobilen Blitzanlagen im Stadtgebiet ausgelöst wurde, erhielt 2015 auch einen Behördenbrief: Nach einer Statistik des Kreise lag in rund 1382 Fällen die Überschreitung der zugelassenen Geschwindigkeit über dem Toleranzbereich.

Nur an B 237 stationärer Blitzer

Alleine am stationären Blitzer an der Bundesstraße in Varmert wurden in 2015 bei 216 kontrollierten Verkehrsteilnehmern 73 Verwarn- und ein Bußgelder ausgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag dort bei erlaubtem Tempo-70 bei 100 km/h. „Bei den festen Blitzern kann man im Normalfall auch von einem Starenkasten-Roulette sprechen. Es ist nicht immer in jeder der alten Anlagen eine Kamera“, erklärt Kreissprecher Klein. In Kierspe ist seit längerem aber nur die Anlage an der B 237 aktiv. 

Als besondere Schwerpunkte richtete die Behörden im Zentrum der Stadt zahlreiche Messstellen ein. Besonders häufig war im vergangenen Jahr auf der Friedrich-Ebert-Straße, am Haunerbusch, am Bordinghauser Weg, am Büscherweg, an der Fritz-Linde-Straße und an der Lindenstraße mit Geschwindigkeitskontrollen zu rechnen. Aber auch an der Bundesstraße 54 in Bollwerk wurde an sieben Stellen geblitzt. An fünf Positionen waren auch Messwagen an der L 528 aufgestellt. Sechs Mal waren Blitzer entlang der B 237 zufinden. „Teilweise stehen unsere Mitarbeiter sogar eine Woche an der selben Stelle, wenn dort viele Temposünder vermutet werden“, so Hendrik Klein.

Drei Millionen Euro in die Kreiskasse

Insgesamt stellten die zuständigen Behörden für das Kiersper Stadtgebiet im vergangenen Jahr 1289 Verwarn- und 93 Bußgeld-Bescheide aus. Aus dem gesamten Kreisgebiet kommen pro Jahr rund drei Millionen Euro zusammen, sagt Hendrik Klein. Enthalten seien darin sowohl die Bußgelder der Polizei, als auch die Verwarn- und Bußgelder des Kreises. Die Gelder seien nicht zweckgebunden und fließen in den Haushalt des Kreises.

Der Märkische Kreis veröffentlicht wöchentlich seine mobilen Messstellen unter www.maerkischer-kreis.de/service/Radarmessstellen-mobil.php.

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