Der höchste Punkt ist ein beliebtes Ziel

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Vor allem mit Mountainbikes wird der höchste Punkt Kierspes angefahren. Zumindest tragen sich mehr Radfahrer als Wanderer in das Buch ein.

Kierspe - Seit mehr als einem Jahr können Wanderer und Fahrradfahrer nach einem anstrengenden Aufstieg auf einer Bank am höchsten Punkt Kierspes Rast einlegen und sich dann auch noch gleich ins „Gipfelbuch“ eintragen. Davon machen viele auch gerne Gebrauch.

69 Kilometer Mountainbike-Tour hatten Michaela, Klaus, Guni und Michael bereits hinter sich, als sie sich ins Gipfelbuch eintrugen – dass sie das um 20.40 Uhr an einem Julitag überhaupt taten, zeigt, wie gut die Idee ankommt, die Markus Pempe von der Kiersper CDU im September des vergangenen Jahres hatte.

Der Ortsverband hatte sich auf Anregung von Pempe damals überlegt, dass es eine gute Idee wäre, am höchsten Punkt der Stadt, nahe der Autobahn und auf einer Höhe von rund 553,8 Metern über Normalnull eine Bank aufzustellen und auch ein Gipfelbuch beizulegen. Als kleine Fördermaßnahme für den Tourismus wurde das damals gesehen – und die zahlreichen Einträge geben den heimischen Politikern Recht. Da der exakte Punkt doch etwas unzugänglich im Wald liegt, steht die Bank knapp 50 Meter weit von diesem entfernt.

„Anfangs störten sich einige Wanderer und Radfahrer an der weißen Kunststoffbank, doch mittlerweile gibt es keine Kritik mehr. Deshalb haben wir auch die Idee verworfen, die Bank durch ein hölzernes Modell zu ersetzen“, erzählt Pempe. Ein Eintrag im Gipfelbuch von Juli dieses Jahres teilt diese Sicht: „Gipfelbuch gelesen – viel gelacht, schöne Wanderung – auf weißer Bank ausgeruht. Kommen bald mit dem SGV wieder. Weiß oder grün – nach DIN oder RAL – Hauptsache sitzen – scheißegal“ hat dort ein Wanderer vermerkt, der wohl einfach nur froh war, an dieser Stelle Platz nehmen zu dürfen.

Markus Pempe hatte vor rund einem Jahr die Idee zu dem besonderen „Rastplatz“.

Pempe, der recht regelmäßig „seine“ Bank aufsucht, hat festgestellt, dass sehr viel mehr Mountainbike-Fahrer als Wanderer den Platz aufsuchen, zumindest tragen sich diese häufiger ins Buch ein. „Anfangs hatten wir bedenken, dass das Buch gestohlen oder der Schlüssel des Briefkastens, in dem das Buch aufbewahrt wird, weggeworfen wird. Doch bis jetzt ist nichts passiert“, freut sich der Kiersper Politiker. Das Gegenteil sei sogar der Fall. Ein Wanderer habe das Buch mit einer hochwertigen Schutzhülle versehen und zusätzlich noch durch eine „Zip-Lock-Tüte“ vor Feuchtigkeit geschützt. Pempe: „Ich freue mich sehr, dass es in dem ersten Jahr keinen Vandalismus gab, nicht einmal die Bank wurde versetzt. Und auch das Schild, das auf den besonderen Ort hinweist, ist bislang unbeschädigt geblieben.“ In Kürze wird der Kiersper das hoch gelegene Ziel wieder ansteuern. Denn dann muss das Gipfelbuch ausgetauscht werden, da das jetzige nahezu gefüllt ist. „Wir werden das Buch auf jeden Fall aufheben. Was genau damit passiert, ist aber noch nicht klar“, so Pempe.

Doch letztlich freut das nicht nur den CDU-Politiker, sondern auch die Wanderer und Radfahrer. Toni und Jacki jedenfalls haben eingetragen: „MTB-Tour, noch hier gewesen. Schöne Idee. Jetzt weiter zum nächsten Gipfel – Nordhelle.“

Der Weg zur Bank: Von der Bundesstraße 54 geht es kurz mit dem Auto entweder über das Schleipetal und die Ortslagen Bungenrodt, Sprotter Hammer und Grünenschlade oder über Vornberg und Linden nach Immelscheid. Im Wald angekommen, nimmt man den rechten von drei Wanderwegen (Kennzeichnung H) – zu Fuß natürlich. Anschließend überquert man die Autobahn 45 in Sichtweite der Rastplätze Baberg und Drögenpütt und hält sich rechts. Nach rund 300 Metern kommt man an eine T-Kreuzung – das Ziel ist erreicht.

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