Stadt und Marketingverein fördern kostenloses WLAN

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Setzen sich für eine möglichst schnelle und flächendeckende Verbreitung des kostenlosen WLAN ein: Andreas Wieland, Gerd Reppel, Klaus Neunz, Dagmar Schröder, Linne Rohr, Michael Knabe, Svenja Kelm, Olaf Stelse und Christian Reppel (von links).

Kierspe - Kostenloses WLAN für alle – das ist das Ziel des Vereins Freifunk, aber auch der Stadt Kierspe und des Stadtmarketingvereins. „Das wird aber nur möglich, wenn viele mitmachen“, so Gerd Reppel vom Stadtmarketingverein. Aus diesem Grund will der Kiersper Verein die Verbreitung des Freifunks fördern und zum Start der Aktion auch Router verschenken. Eine Aktion, die auch von der Stadt mit eigenen Freifunkstandorten gefördert wird.

Von Johannes Becker

Bereits jetzt gibt es vor allem im Dorf, aber auch in Schleipe ein dichtes Netz von Routern, die jedem Nutzer offen stehen. Da diese über den Verein Freifunk Rheinland betrieben werden, entfällt die sogenannte Störerhaftung. Denn der Verein gilt als Provider und darf damit Internetzugänge zur Verfügung stellen. Mitmachen kann jeder, der bereit ist, einen kleinen Teil seiner Internetkapazität abzugeben. Dazu muss er lediglich einen entsprechend konfigurierten Router an seinen eigenen Router anschließen. Schon können alle Endgeräte per WLAN ins Netz. „Gerade Menschen, die nur begrenzte Datenmengen auf ihren Smartphones zur Verfügung haben, profitieren davon“, erklärt Linne Rohr vom Freifunk-Verein.

Um möglichst schnell in Kierspe ein flächendeckendes Netz aufzubauen, will der Stadtmarketingverein aktiv werden. So sollen vor allem Gewerbetreibende an der Friedrich-Ebert-Straße angesprochen werden, damit die Kernbereiche schnell versorgt werden.

Reppel: „Das ist sicher auch für Arztpraxen, Friseursalons oder auch Autohäuser sinnvoll, denn dann können auch die eigenen Kunden in den Wartebereichen kostenlos surfen.“ Außerdem stellt der Stadtmarketingverein 50 Router kostenlos zur Verfügung, damit auch Privatleute möglichst schnell zur Verbreitung der Idee beitragen. Außerdem will sich der Verein darum kümmern, dass entsprechende technische Möglichkeiten auch in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften geschaffen werden. „Für diese Menschen ist das Internet die Brücke in die Heimat. Durch kostenloses WLAN sparen sie viel Geld, wenn sie mit den Menschen in ihren Herkunftsländern chatten oder per Skype telefonieren“, so Rohr.

Sind die kostenlosen Geräte des Stadtmarketings vergriffen, müssen Interessierte aber nicht allzuviel investieren. Denn ein entsprechender „Einstiegs-Router“, der über den Verein bestellt werden kann, kostet nicht einmal 20 Euro. Die Stromkosten belaufen sich auf maximal 5 Euro im Jahr.

Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt ausdrücklich und stellt entsprechende Geräte im Rathaus, der Sporthalle und im Alten Amtshaus auf.

Die Nutzung für den Endgerätebesitzer ist denkbar einfach, denn hat sich das eigene WLAN am Handy, Tablet oder Laptop einmal mit dem Freifunk verbunden, findet es auch jeden anderen kostenlosen Zugang – egal wo sich der Nutzer befindet.

Reppel: „Auch für Vermieter kann eine solche Lösung sinnvoll sein, da auch dann die Störer-Haftung entfällt.

Die Router, die zum Freifunk-Netz gehören, werden ohne Nennung des Besitzer-Namens in eine Karten eingetragen, damit für jeden sichtbar ist, wo sich die nächste Möglichkeit findet, kostenlos zu surfen. Wenn die Idee des Stadtmarketingvereins umgesetzt wird, ist das für Kierspe aber unnötig, weil dann überall das kostenlose Netz innerhalb des Stadtgebietes zur Verfügung steht.

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