Fünf Paare bei Pflanzaktion im Heiratswäldchen

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Fünf Kiersper Hochzeitspaare, fachkundig begleitet von Silvia Baukloh und Hermann Reyher, trugen am Samstag zur weiteren Bepflanzung des Kiersper Heiratswäldchens bei.

Kierspe - Das Kiersper Heiratswäldchen wächst weiter. Am Samstag war es wieder einmal so weit: Die einmal pro Jahr angesagte und in Regie von Heimatverein und Stadt Kierspe durchgeführte Pflanzaktion auf dem Gelände an der Osemundstraße ging über die Bühne.

Den uralten und der Überlieferung nach bereits vor Jahrhunderten gepflegten Brauch, den Bund der Eheschließung mit der Pflanzung eines Baumes zu begleiten, brachte seinerzeit Werner Keune, Gründungsmitglied des Heimatvereins, ins Gespräch. Seine Idee wurde allseits positiv aufgenommen, so dass sie dann im Jahr 1987 erstmals umgesetzt wurde. Seitdem wird dieser Brauch Jahr für Jahr auch in Kierspe praktiziert.

Als geradezu ideal für den Plan, dass auf diese Weise mit den Jahren – möglichst in Stadtnähe und fußläufig zu erreichen – ein Kiersper Heiratswald entstehen könnte, hatte sich das in Nachbarschaft der Firma Erlhöfer an der Osemundstraße gelegene Wiesengelände unweit des Quellgebiets des Kerspebachs erwiesen. Und in der Tat: Regelmäßig durchgeführte Pflanzaktionen, an denen in der Regel stets mehrere Hochzeitspaare beteiligt waren, haben mittlerweile dazu geführt, dass auf dem Gelände ein kleiner Wald mit mehr als 180 heimischen Laubbäumen entstanden ist. Großen Wert legten Heimatverein und Stadt diesbezüglich auf Artenvielfalt.

Auch bei der Pflanzaktion am Samstag blieb man diesem Prinzip treu. So hatten sich die Goldhochzeiter Bärbel und Gerd Holthaus für eine Rotbuche entschieden, während Janine und Kai Pielhau einen Feldahorn, Baum des Jahres 2015, sowie Gabi Queissler und Holger Teckenburg aus Anlass ihrer Eheschließung eine Eberesche dem Boden anvertrauten. Wie schon bei ihrer Eheschließung vor 25 Jahren, entschieden sich Sabine und Roger Schmidt wiederum für eine kernige Stieleiche. Die beiden Goldhochzeiter Heidrun und Dieter Schmidt pflanzten ebenfalls einen Feldahorn.

Alle gemeinsam trugen, wie Vorsitzende Silvia Baukloh und Naturschutzbeauftragter Hermann Reyher für den Heimatverein betonten, auf diese Weise dazu bei, den Charakter des hier entstandenen und weitestgehend sich selbst überlassenen Biotops als Lebensraum auch für seltene Vögel und Pflanzen weiter zu festigen.

Rainer Crummenerl

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