Rotary-Spende für Oberbrügge und Altena

25 000 Euro für Hochwasseropfer

Volme-Hochwasser - Opfer - Rotary-Spende
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In Oberbrügge wurden rund 60 Hochwasseropfer gezählt, die unter anderem Unterstützung von der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge erhalten – und die erhielten jetzt eine Spende vom Rotary-Club Meinerzhagen.

Für die Opfer des Hochwassers im Juli in Oberbrügge dürfte es wenig Trost sein, dass es andere Gebiete noch schlimmer getroffen hat.

Kierspe - Denn auch bei den von den Volme-Flut betroffenen Menschen in der Siedlung Löwen, an der Post- und Volmestraße sowie in der Vömmelbach gibt es in den wenigsten Fällen eine Elementarversicherung, die für die entstandenen Schäden aufkommen würde.

Also ist (finanzielle) Hilfe von anderer Seite notwendig – und die kommt von der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbrügge. „Es gehört zu unseren Aufgaben, Geschädigte zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende des Presbyteriums der Oberbrügge Gemeinde, Roland Pfeiffer und erklärt damit die Entscheidung des Diakonieausschusses und des Presbyteriums, Unterstützung zu gewähren.

Eine Spende über 20 000 Euro überreichten jetzt Rotary-Präsident Michael Knabe (links) und Christoph Gebauer (rechts), Vorsitzender des Fördervereins, an Roland Pfeiffer, Vorsitzender des Presbyteriums Oberbrügge.

Das wiederum gerät nur, wenn es auch Spenden gibt: Für solch eine große Spende hat jetzt der Rotary-Club Meinerzhagen und sein Förderverein gesorgt, zu dessen Gebiet nicht nur die Volmestadt, sondern auch Kierspe und Halver gehören. Nach einem Aufruf unter den 54 Mitgliedern kam eine Summe von 25 000 Euro zusammen.

„5000 Euro haben wir direkt nach Altena gespendet“, erklärt Rotary-Präsident Michael Knabe, die dafür Haushaltsgeräte und Werkzeuge anschaffen konnten. Als man sich dafür entschied, mit der finanziellen Untersützung in Oberbrügge, also in der Heimat zu bleiben, sei das von den Mitgliedern sehr begrüßt worden. Es habe sogar noch einmal ein kleinen Spendenschub gegeben.

Es gehört zu unseren Aufgaben, Geschädigte zu unterstützen.

Roland Pfeiffer, Presbyteriumsvorsitzender Oberbrügge

Sehr zur Freude von Roland Pfeiffer und seinen Mitstreiter im Presbyterium und Diakonieausschuss. Denn sie erhielten 20 000 Euro, mit denen sie nun Elektroherde, Waschmaschinen, Trockner und andere Geräte, die in den Oberbrügger Haushalten der Flut zum Opfer fielen, kaufen und an die Opfer weiterleiten können. „Wir sind kurz nach der Hochwasserkatastrophe durch die Oberbrügger Straßen gegangen“, erzählt Pfeiffer, dass man sich selbst ein Bild von den Schäden gemacht habe und deshalb genau wisse, wie viele Haushalte geschädigt wurden.

Gleichwohl, so betonte der Presbyteriumsvorsitzende vor Knabe und Gebauer, würden nur die finanzielle Unterstützung erhalten – die habe es nicht nur von der Oberbrügger Gemeinde, sondern auch vom Kreiskirchenamt in Höhe von jeweils 300 Euro gegeben – , die über keine Elementarversicherung verfügten. Denn deren Schäden würden ja ersetzt. Pfeiffer erzählt auch von besonders schlimmen Schäden, dass in einigen Häusern der Estrich und auch der Putz von den Wänden herausgerissen werden musste, Heizungsanlagen vom Wasser demoliert, Heizöl auslief und sich in den Wänden festsetzte sowie Leichtbauwände völlig unbrauchbar wurden, erneuert werden müssen.

Schon während des Hochwassers zeigte sich, dass es vielSperrmüll geben wird.

Ebenso berichtete Roland Pfeiffer dem Rotary-Präsidenten und dem Fördervereinsvorsitzenden, dass viele Haushalte entlang der Volme in Oberbrügge einige Tage ohne Strom und ohne Telefon blieben. Gefährlich sei es für zwei Menschen geworden, als sie durchs Wasser wateten und der Strom nicht abgestellt worden war – sie erhielten Stromschläge. Die seien aber glücklicherweise nicht ganz so schlimm gewesen. Für Michael Knabe und Christoph Gebauer war es eine Bestätigung für ihren Spendenaufruf für die Hochwasseropfer in Oberbrügge.

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