Rotary-Club ermöglicht Auslandsaufenthalte

Die Outbounds, Inbounds und die Rebounds trafen sich bei Martin und Katrin Schriever in Immelscheid.

KIERSPE ▪ „Angst, ein Jahr in einem fremden Land zu sein – die haben wir nicht“, darin waren sich alle sechs Mädchen und Jungen einig. „Wir sind gespannt, fremde Menschen und auch fremde Landschaften kennenzulernen.“

Fünf Mädchen und ein Junge gehen ab August für ein Jahr ins Ausland, leben dort in verschiedenen Familien und gehen dort auch zur Schule. Dass dies möglich ist, dafür hat der Rotary Club Meinerzhagen gesorgt.

Doch ohne Vorbereitung geht so etwas nicht. Annika Reiffert aus Kierspe hat das Glück, nach Japan reisen zu können. Nun heißt es, erst einmal die japanische Sprache zu erlernen. „Das ist einfach“, hat sie festgestellt. „Die chinesischen Schriftzeichen sind das größte Problem. Um die Zeitung einigermaßen flüssig lesen zu können, muss ich rund dreitausend Zeichen beherrschen.“ Die Volmestädterin fährt schon regelmäßig nach Schalksmühle, um dort bei der Volkshochschule einen Sprachkurs zu besuchen.

Joy Smyrek aus Meinerzhagen wird nach Brasilien reisen, sie muss Portugiesisch lernen, um dort im Alltag zurecht zu kommen. Mara Hahn aus Meinerzhagen wird nach Argentinien reisen und Carina Groth aus Meinerzhagen freut sich schon auf Kanada. Die Beweggründe für Joana Herder aus Kierspe, einmal ein Jahr weg von zu Hause zu leben, sind andere. Sie möchte selbstständiger werden und „auch mal loslassen“. Und das verspricht sie sich eben von ihrem Aufenthalt in Australien. Theo Höfer aus Meinerzhagen wird es für ein Jahr nach Taiwan ziehen. Um sich dort verständigen zu können, muss er Mandarin lernen.

Kennenlernen konnten sich die Mädchen und Jungen kürzlich bei dem letzten Rotariertreffen in Kierspe, einem Familienwandertag bei Martin Schriever in Immelscheid. Bei einer gemeinsamen Tour durch das Schleipetal kamen nicht nur die Outbounds, die Mädchen und Jungen, die jetzt ins Ausland gehen, miteinander ins Gespräch. Sie konnten sich auch von den Rebounds, den Jugendlichen, die bereits wieder zurück sind, über ihre Erfahrungen berichten lassen. Es war aber auch eine Wanderung, zu der die Mitglieder des Rotary Clubs mit ihren Familienangehörigen eingeladen waren sowie die Inbounds Carlos Edoardo Torrezan aus Brasilien und Jordan Debono aus Australien.

Glück hatte die Gruppe mit dem Wetter. Nach den vielen kalten und nassen Tagen war dies der erste Nachmittag, an dem es wärmer wurde und die Sonne die ganze Schönheit der Natur im Schleipetal zeigte. So waren dann alle Wanderer recht hungrig und freuten sich über die Würstchen und das Büfett. Nach dem gemeinsamen Essen stellte Präsident Christoph Gebauer die Outbounds den anwesenden Rotariern vor, ließ sie aber selbst noch zu Wort kommen. Kurz erklärten die Jugendlichen, wohin sie ab August für ein Jahr gehen werden.

„Viele Jugendliche werden im Ausland viel selbstsicherer“, berichtete Martin Schriever vom Jugenddienst der Rotarier. „Viele von den ehemaligen Outbounds haben ihr Auslandsjahr aber auch später für ihre berufliche Laufbahn nutzen können.“

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