Kiersper Künstlerin Claudia Ackermann stellt neues Buch vor

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Viel Arbeit hat Claudia Ackermann im vergangenen Jahr in ihr neues Buch „Rost-Effekte zum Selbermachen“ investiert. Jetzt ist es im Buchhandel erhältlich.

Kierspe - Der Rost ist echt, doch oft haftet er auf Holz, Papier oder Keramik. Und so heißt das neue Buch der Kiersper Künstlerin Claudia Ackermann auch „Rost-Effekte zum Selbermachen“.

Wie bereits in ihrem ersten Werk „Dekorativer Landhausstil selbst gemalt“, das vor genau einem Jahr erschien, gibt es auch in dem neuen Buch wieder detaillierte Anleitungen, wie mit etwas Übung und Geduld die gezeigten „Kunstwerke“ nachgemacht oder eigene Ideen umgesetzt werden können.

„Rost spielt seit vielen Jahren in zahlreichen meiner Bilder eine große Rolle, deshalb kenne ich mich mit den Farben, die den Rost-Effekt liefern, aus. Das gab sicher auch den Ausschlag, dass ich den Auftrag für das neue Buch bekommen habe“, erzählt Ackermann.

Und ganz einfach ist der Umgang mit der Farbe tatsächlich nicht. Kommt es doch auf den richtigen Zeitpunkt an, an dem die beiden Komponenten zusammengemischt werden. So muss zuerst eine Metallgrundierung aufgetragen werden, die dann nach einiger Zeit mit einem Oxidationsmittel überstrichen wird. Ackermann: „Fünf bis sechs Mal müssen die Objekte angestrichen werden, bis der gewünschte Effekt eintritt.“ Dazwischen gebe es Trocknungszeit, die je nach Jahreszeit deutlich von einander abwichen würden.

Wie nach allen Jahreszeiten in einem sauerländer Garten

Trotz ihrer Vorerfahrungen hat die Künstlerin erst einmal vieles ausprobiert, bevor sie es in ihr neues Buch aufgenommen hat. „Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die Farbe auf nahezu allen Materialien haftet und dort den gewünschten Effekt erzielt, nur nicht auf Kunststoff“, sagt Ackermann und zeigt Polystyrol-Kugeln, Holzherzen und Pappmaschee-Schalen, die alle samt aussehen, als seien sie aus Metall und hätten bereits alle Jahreszeiten in einem sauerländer Garten erlebt.

Die Wirkung wird vor allem dadurch erzielt, dass es sich bei der Oberfläche tatsächlich um echten Rost handelt. Will man die Werke im Außenbereich ausstellen, wird noch ein Klarlack benötigt, um die selbstgefertigten Dinge zu schützen. Gleiches empfiehlt sich auch dann, wenn die Werke im Innenraum ihren Platz finden, aber nicht abfärben sollen.

Mit der Kamera in der Hand und auf dem Bauch liegend

Genau wie in ihrem ersten Buch spielen die verschiedenen Jahreszeiten auch wieder eine Rolle in dem neuen. Und so musste für ein Winterbild der erste Schnee im November herhalten. „Als ich morgens in den Garten ging, um das Vogelhäuschen mit Schnee und in winterlicher Umgebung zu fotografieren, taute es bereits und es hatte angefangen zu regnen“, erinnert sich Ackermann. In der einen Hand habe sie den Schirm und in der anderen die Kamera gehalten.

Überhaupt ist die Kamera mittlerweile fester Bestandteil der Arbeit der Kiersperin. Denn auch für dieses Buch hat sie alle Arbeiten selbst fotografiert. „Die Nachbarn haben sich sicher manches Mal gewundert wenn sie mich im Garten gesehen haben, nicht selten auf dem Bauch liegend und fotografierend“, erzählt die Künstlerwein.

Die letzten Arbeiten an dem Buch erfolgten im Januar in Zusammenarbeit mit einem Grafiker des Verlages. Erhältlich ist das Werk mit seinen 62 Seiten in Buchhandlungen. Am Samstag ist Claudia Ackermann von 10 bis 12 Uhr in der Buchhandlung Schmitz zu Gast. Dort wird sie ihr neues Buch vorstellen und auf Wunsch auch signieren.

Das Buch „Rost-Effekte zum Selbermachen“ (ISBN 978-3-8388-3633-1) von Claudia Ackermann ist im Christophorus-Verlag erschienen und kostet 12,99 Euro.

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