Kiersper Tampo-Technik feiert 20-jähriges Bestehen

KIERSPE ▪ Firmenleitung und Belegschaft der Firma Tampo-Technik hatten am Freitag allen Grund zum Feiern: Das Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Druck-Tampons spezialisiert hat, wird in diesem Jahr 20 Jahre alt.

Firmenchef Jens-Peter Lück, der die Firma gemeinsam mit seinem Bruder Andreas leitet, begrüßte Mitarbeiter und Freunde zu einer geselligen Feier mit großem Büffet am Firmenstandort In der Helle 14. In einer kurzen und unterhaltsamen Ansprache beschrieb er den Werdegang und die Stärken des Unternehmens.

Die Herstellung der Druck-Tampons mache aktuell rund 50 bis 60 Prozent des Geschäfts aus, darüber hinaus stelle die Firma Druck- und Transportwalzen her und biete seine Dienste im Lohndruck an. Letzteres brachte ihnen auch einen Auftrag der Firma Rolls-Royce ein. Die Tachoscheiben der Nobelkarossen werden in Kierspe bedruckt.

Jens-Peter Lück beschrieb auch das besondere Druckverfahren, mit dem sein Vater Heinz-Dieter Lück seinerzeit eine echte Marktlücke schloss. „Man kann sich die Druck-Tampons wie einen durchgeschnittenen Flummi vorstellen,” erklärte er. Das zu druckende Motiv werde zuvor in ein Klischee geätzt, so dass sich die Farbe in den Vertiefungen dieser Druckplatte sammele. Beim Kontakt mit dem Drucktampon nehme dieser die Farbe auf und könne dann zum Bedrucken eines Kugelschreibers, Feuerzeugs oder d genutzt . Die elastische Verformbarkeit des Tampons macht es möglich, auch runde oder unebene Gegenstände und zerbrechliche Oberflächen zu bedrucken.

Die Ursprünge der Firma reichen genau genommen 40 Jahre zurück, wie Lück berichtete. „Damals arbeitete mein Vater bei Reppel & Vollmann und wurde ins Büro des Chefs gerufen,” erzählte Jens-Peter Lück. Dieser habe ihn gebeten sich auf einer Fachmesse ein brandneues Druckverfahren anzusehen, das dort vorgestellt wurde. Gesagt, getan: Schon bald kam der Tampondruck auch in Kierspe zum Einsatz. Da die verfügbaren Drucktampons nicht immer den Anforderungen entsprachen, begann Heinz-Dieter Lück bald selbst mit der Fertigung. Es habe gar nicht lange gedauert, da fragten auch andere Unternehmen nach, ob er ihnen behilflich sein könne. „So begann er zunächst nebenberuflich und in Absprache mit seinem Arbeitgeber mit der Herstellung,” so Lück. 1992 folgte schließlich die

Selbstständigkeit. Von Beginn an unterstützte ihn seine Frau tatkräftig bei seiner Arbeit. Bald stieg auch Sohn Jens-Peter Lück als Kompagnon mit ein. Nach dem Tod des Firmengründers verstärkte ab 2002 Sohn Andreas Lück die Firmenleitung. Das Unternehmen beschäftigt heute 16 Mitarbeiter, davon arbeiten neun in Vollzeit. 1996 wurde das Firmengebäude erstmals erweitert, ein weiterer Anbau erfolgte im Jahr 2000.

Bislang habe sich das Kiersper Unternehmen immer erfolgreich am Markt behauptet, so Jens-Peter Lück. Auch seine Erwartungen für die Zukunft sind positiv. „Wir haben uns in einem Nischenmarkt angesiedelt und werden hier auch weiterhin gut bestehen,” so lautet seine Prognose. In naher Zukunft wolle sich das Unternehmen nach DIN 9001 zertifizieren lassen und damit ein anerkanntes Siegel im Bereich des Qualitätsmanagements anstreben.

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