Rönsahler Landfrauen: Exotische Genüsse und ein indischer Film

+
Die „Filmfrauen“ hatten dekoriert, gekocht und servierten anschließend stilgerecht gewandet.

Rönsahl - „Willkommen in den City-Lichtspielen Rönsahl,“ begrüßte Ute Velten die Landfrauen. Die waren zahlreich ins Evangelische Gemeindehaus zu einem Filmabend gekommen, den die Gruppe der „Filmfrauen“ traditionell im Februar ausrichtet.

Gezeigt wurde diesmal „Madame Mallory und der Duft von Curry“ aus dem Jahr 2014, ein Film, der thematisch passgenau die Integrationsbemühungen zahlreicher Kiersper unterstützt, wenngleich auf romantisch-märchenhafte Weise.

Die Handlung: Eine indische Familie wird aus ihrer Heimat vertrieben, strandet in der französischen Provinz und will in dem kleinen Saint-Antonin ein indisches Restaurant eröffnen. Allerdings liegt direkt gegenüber ein anderes, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant und dessen Besitzerin, Madame Mallory (Helen Mirren) tut alles, um die Neuankömmlinge und Konkurrenten wieder loszuwerden.

Vor Filmbeginn hatten die Rönsahler Landfrauen ausreichend Zeit zum Plaudern. Doch an diesem Abend war der Film nicht der einzige Höhepunkt.

„Gutes Essen, Liebe, schöne Bilder“, versprach Ute Velten den Zuschauerinnen und die kamen voll auf ihre Kosten. Die Kochduelle zwischen den französischen Star-Köchen und dem nicht minder begabten jungen Inder Hassan gehören zu den Höhepunkten des Films.

Für die Liebhaber der indischen Küche gibt es inzwischen zahlreiche Rezeptsammlungen zum Nachkochen.

Wegen seines Ehrgeizes, die letzten Feinheiten der Haute Cuisine in Paris zu ergründen, vergisst er fast, was Essen auch bedeutet. „Jeder Bissen ein Stück Heimat“, sagt sein Kollege dazu. Für Hassan liegt die Heimat am Ende in Saint-Antonin, wo nicht nur seine Familie, sondern auch Sous-Chefin Marguerite auf ihn wartet. Dort übernimmt er das Restaurant von Madame Mallory, die sich inzwischen zu seiner Gönnerin und Freundin des Vaters entwickelt hat und kocht fortan französisch – aber mit den Gewürzen seiner indischen Heimat.

Im Evangelischen Gemeindehaus Rönsahl ging es mindestens genauso indisch zu: Mit vielen Lichterketten, Discolampen und Tüchern hatte die Gruppe der „Filmfrauen“ den Räumen Kinoatmosphäre mit leicht exotischem Einschlag verliehen.

Zahllose Tischlampen tauchten den „Kinosaal“ in schummriges Licht, der Duft von Räucherstäbchen zog durch die Räume. Speis’ und Trank gehören zu den Filmabenden der Landfrauen traditionell dazu und kamen diesmal natürlich aus Indien. Zur Begrüßung gab es Chai-Tee, gewürzt mit Nelke, Pfeffer, Kardamom und Zimt. Samosa und Nan-Brot mit Mango-Chutney, Hähnchenspieße mit Sesam paniert, Kichererbsen-Curry und andere Speisen standen für den kleinen und großen Hunger bereit, serviert von indisch gewandeten Landfrauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare