Globetrotter ist sein „Beruf“

+
„Irische Flussabenteuer“ – so ist das jetzt herausgekommene neue Buch des Globetrotters Reinhold Korte betitelt.

Rönsahl - „Wer wandernd lebt – und so Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen genießt –, der lebt doppelt.“ Das ist eine der Philosophien, nach denen der heute 70-jährige Reinhold Korte sein gesamtes Leben ausgerichtet hat. So weit im Grunde nichts wirklich Besonderes, und doch passt der Lebensweg des Autors, der seit circa zehn Jahren zeitweise in einem schon seit langem „in die Jahre“ gekommenen kleinen Kotten auf einem Bauernhof in der Nähe von Rönsahl wohnt, kaum in eine der herkömmlichen „Schubladen“.

Reinhold Korte wurde in Hagen geboren und wuchs in durchaus bürgerlichem Milieu auf, dazu zählten unter anderem die mit dem Reifezeugnis der Realschule abgeschlossene solide Schulausbildung, eine begonnene Lehre und ein Job bei einer Hagener Speditionsfirma. Und auch als die Bundeswehr rief, folgte Korte – wenngleich auch nicht primär aus innerer Überzeugung, sondern eher aus Abenteuerlust – seiner staatsbürgerlichen Pflicht.

Schon damals merkte er aber recht bald, dass die zahlreichen Reglementierungen, die Beruf und bürgerliches Leben im Alltag mit sich bringen, absolut nichts für ihn waren. Immer präsenter wurde der Wunsch nach absoluter Freiheit, die Sehnsucht nach fernen Ländern, nach Unbekanntem und für „Otto Normalverbraucher“ nur selten zu erreichendem Außergewöhnlichem.

Der junge Rekrut provozierte seinen „Rauswurf“ bei der Bundeswehr und „pfiff“ auch fortan auf einen gesicherten Arbeitsplatz und ein regelmäßiges Einkommen. Stattdessen packte er sein Bündel und ging auf Weltreise. Nur sporadisch stattete der Mann, der als Berufsbezeichnung „Globetrotter“ angibt, wann immer er danach gefragt wird, der Heimat in „Old Germany“ einen kurzen Besuch ab. Zumeist ist er nämlich irgendwo in der Welt unterwegs, am liebsten dort, wo das Abenteuer lockt.

Daran hat sich bis heute wenig geändert – zumal seine Frau, die er auf einer seiner Expeditionen kennengelernt hatte, und die beiden inzwischen erwachsenen Söhne die Lebensweise des Mannes, der einen Teil seiner Reisen durch organisierte Kanureisen und Vortragsabende finanziert, stets tolerierten.

Der Globetrotter bereiste, zum Teil mehrfach, alle fünf Kontinente, rauchte die „Friedenspfeife“ mit den Nachkommen indianischer Stämme im Wilden Westen, war zu Gast bei den Papuas auf Neu-Guinea und teilte das Brot mit den Ureinwohnern Australiens, den Aborigines. Klondike-Reinhold, wie er lange Zeit in den Kreisen gleichgesinnter Weltenbummler genannt wurde, durchstreifte – zumeist auf sich allen gestellt – die Regenwälder im Kongo, war mehrmals mit Schlauchboot und Zelt auf den Wasserstraßen Süd-Ost-Europas unterwegs und ist einer der Gründerväter der „ Deutschen Zentrale für Globetrotter“ (DZG), deren Mitglieder sich regelmäßig treffen.

Auf einer dieser Reisen reifte im vergangenen Jahr im fernen Sri Lanka die Idee für ein weiteres Abenteuerbuch, das dritte aus der Feder des Weltenbummlers. Diesmal geht es um die Schilderung ungewöhnlicher Erlebnisse und fantastischer Eindrücke, die Reinhold Korte beim Durchstreifen der „grünen Insel“ Irland mit dem Schlauchboot sammelte und in dem jetzt herausgebrachten Buch „Irische Flussabenteuer“ in spannenden Erzählungen festgehalten hat. J cr Das soeben im Berliner Verlag „Pro Business“ erschienene Werk ist sowohl im Buchhandel als auch direkt bei Autor Reinhold Korte (Tel. 01 60 / 7 71 73 12) erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare