Männerforum

Unterhaltsame Wanderung auf den Spuren der Rönsahler Ortsgeschichte

Rönsahler Männerforum - Wanderung - Ortsgeschichte
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Zu einem unterhaltsamen Nachmittag im Rahmen einer Wanderung auf den Spuren der Ortsgeschichte hatte das „Rönsahler Männerforum“ eingeladen.

„Spannendes aus der Rönsahler Ortsgeschichte“ – unter dieser Überschrift hatte das Rönsahler Männerforum, eine seit etlichen Jahren in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde bestehende Gruppierung, die sich in der Regel zweimal jährlich trifft, zu einer kleinen Wanderung unter der kundigen Führung von Regina und Karl-Friedrich Marcus eingeladen.

Ursprünglich hätte stattdessen im Gemeindehaus ein Treffen zum Thema „Pilgern“ stattfinden sollen. „Angesichts der wieder steigenden Corona-Zahlen haben wir uns dazu entschieden, diese Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen“, hieß es dazu in einer entsprechenden Mitteilung der Organisatoren. Damit gibt es zurzeit gleich zwei Veranstaltungen, die zu gegebener Zeit nachgeholt werden sollen, und zwar zum einen die Exkursion zum Altenberger Dom zum Thema „Ökumene“ – neuer Termin dafür ist voraussichtlich der 21. Mai kommenden Jahres –, zum anderen die Veranstaltung zum Thema „Pilgern“, die für die zweite Jahreshälfte 2021 geplant ist. Wie stets bei solcher Gelegenheit, so war auch dieses Treffen des Männerforums erwartungsgemäß gut vorbereitet, sodass die gut ein Dutzend Teilnehmer, die sich zum verabredeten Zeitpunkt am Gemeindehaus getroffen hatten, einen unterhaltsamen Ausklang des Tages erlebten.

Dafür standen dann in erster Linie Regina und Karl-Friedrich Marcus, die Organisatoren des Arbeitskreises Heimatkunde in Rönsahl, die zu einer rund 6,5 Kilometer langen Wanderung durch die Umgebung des Dorfes auf ortsgeschichtlich relevanten Pfaden eingeladen hatten. Durch den zum Teil bereits herbstlich bunt gefärbten Höhenzug des Wernscheids führte die Wanderung über gut begehbare und vom SGV betreute Wander- und zum Teil alte Kirch- und Waldwirtschaftswege ins Gelände. Unterwegs machten die beiden Wanderführer auf mancherlei Begebenheiten aus der Rönsahler Ortsgeschichte aufmerksam, so wie sich diese im Laufe mehrerer Jahrhunderte ereignet hatten.

Bluttat auf dem Gehöft Dorn

Auf diese Weise blätterten die Wanderer im Buch der Ortsgeschichte, erfuhren so einiges beispielsweise über die schaurige Bluttat auf dem Gehöft Dorn, die sich der Überlieferung nach im Jahr 1606 zugetragen haben soll und an die noch heute ein in eine Hauswand eingelassenes Eisernes Kreuz sowie zumindest der Name der seinerzeit nur unweit entfernt stehenden „Galgenbuche“ erinnert.

Vorbei an alten Köhlerplätzen und sogenannten Massenöfen in Waldgebiet des Wernscheids als Nachweis frühindustrieller Tätigkeit, ging es über den alten Kirchweg von Benninghausen durch den Wald und vorüber am in der Nähe der Ölmühle im Wald verborgen liegenden Servatiusbrunnen, dessen Wasser in alter Zeit Heilkräfte zugesprochen wurden, und um den sich ebenfalls die eine oder andere Geschichte rankt, über die Ölmühle zuück nach Rönsahl.

Pulvermühle „beym Dorffe“

Dabei gab es für die Teilnehmer der Tour so mancherlei zu erfahren zu den am Weg liegenden Sehenswürdigkeiten, so die Pulvermühlen in der Becke und die erste in der hiesigen Gegend bestehende Pulvermühle „beym Dorffe“, die vermutlich ganz in der Nähe der Ölmühle betrieben wurde.

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