Fischer und Spieckermann auf Falt-E-Bikes spezialisiert

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Claus Fischer und Michael Spieckermann von der Rönsahler Firma Innovative Bikes mit ihrem preisgekrönten Elektrofahrrad Speedster Carbon. Die beiden haben sich 2010 selbstständig gemacht und entwickeln E-Bikes, die sie im Auftrag in Fernost herstellen lassen. ▪

RÖNSAHL ▪ Rahmen, Lenker und Pedale lassen sich mit dem patentierten Faltmechanismus spielend leicht zusammenklappen. Dabei rasten die Bauteile passgenau mit einem deutlich hörbar satten Klicken ein, was ein Indiz für die hohe Qualität ist. Claus Fischer und Michael Spieckermann von der Firma Innovative Bikes zeigen an ihrem Premiummodell Speedster Carbon die Funktion ihrer Falt-E-Bikes. Im vergangenen Jahr verlegte Inhaber Claus Fischer den Sitz seines ursprünglich in Lüdenscheid gegründeten Unternehmens an die Weidenstraße 11 nach Rönsahl.

Innovative Bikes hat sich dem Thema Elektromobilität verschrieben und wartet mit außergewöhnlichen Produkten in zum Teil designorientierter Formensprache auf. „Bei der Entwicklung unserer Räder legen wir größten Wert darauf, dem Kunden ein jeweils zweckoptimiertes Pedelec mit hohem Nutzwert für seinen Anwendungsbereich zu bieten“, betonen Fischer und Spieckermann, die beide seit rund 20 Jahren befreundet sind und aus der Industrie kommen. Dabei war der 44-jährige Fischer Vertriebsleiter und Spieckermann, der 49 Jahre alt ist, Einkaufsleiter. Als die beiden sich 2010 entschlossen, mit ihrer Firmenidee selbstständig zu machen waren für ihn seine guten Kontakte nach Südostasien von großem Nutzen. Nach wie vor befindet sich das Lager für die Fahrräder in Halver.

Die Maxime der zwei ist eine 1A-Qualität zum erschwinglichen Preis. Dabei richtet sich ihr Fokus vor allem auf tatsächliche Mobilität, denn „die meisten E-Bikes jenseits der 20 Kilo Gewicht sind weder im Auto noch in Bus oder Bahn leicht transportierbar“, wie die beiden unterstreichen. Vor diesem Hintergrund haben sich als Schwerpunkt von Innovative Bikes inzwischen auch Falt-E-Bikes herauskristallisiert.

Aufsehen in der Branche erregten da zuletzt die Neuheiten Speedster Carbon und auch das Old Seadog mit 14- oder 16-Zoll-Rädern, die nur 12 bis 15 Kilo auf die Waage bringen. „Es handelt sich um die ersten wirklich transportablen Bikes mit hohem Qualitätsanspruch, geringem Gewicht und exzellentem Fahrkomfort“, schwärmen die beiden hightech-begeisterten Bereichsspezialisten, selbst ganz überzeugt von ihren Produkten, die von ihnen entwickelt und dann nach ihren Vorgaben in Fernost gefertigt werden.

Dabei wendet sich vor allem das Old Seadog, ein Kleinstbike mit klassischen Marina-Design, ganz bewusst an Boots- und Yacht-Besitzer, genauso findet es wegen des geringen Platzbedarfs jedoch auch im Bereich Caravaning oder aufgrund der dazugehörigen passenden Tragetasche im öffentlichen Personennahverkehr Verwendung. Ein weiteres Argument ist da zudem der Preis unter 1000 Euro. Derzeit knüpfen Fischer und Spieckermann vor allem Kontakte in Richtung Boots- und Wohnmobilproduzenten. Unter anderem radelten sie vor wenigen Monaten mit den beiden Old Seadog-Varianten über die Messe Boot in Düsseldorf und erregten sofort viel Aufsehen bei Ausstellern und Publikum. Es gab gleich zahlreiche Anfragen und auch schon konkrete Vertragsabschlüsse. Ebenfalls auf anderen Messen sind sie ständig zu Gast wie auf der Euro-Bike in Friedrichshafen oder der E-World in Essen.

Fischer und Spieckermann sind durchaus etwas stolz darauf, der E-Bike-Hersteller mit den meisten internationalen Produktauszeichnungen zu sein: So hat das Speedster Carbon den IF-Designpreis 2012 und 2013 gewonnen und ganz aktuell zudem den Universal Designpreis in München mit dem Award 2013 und wurde zudem in der Kategorie „Consumer Favorite“ von einer am Endkunden orientierten Fachjury ausgezeichnet. Das von dem amerikanischen Designer Rob Brady, dem Erfinder des Segway, entwickelte und von dem renommierten Hersteller DK City in Taiwan produzierte db-0 gewann 2011 zudem den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Silber. Wenn es heute hinsichtlich der eingesetzten Technik vielleicht auch bereits etwas hinterherhinkt, ist es doch immer noch ein Bike, das aufgrund seines ausgefallenen Erscheinungsbildes gerade als Marketingmedium für die Elektromobilität gefragt ist.

„Eine weitere Adresse, wo wir verstärkt akquirieren und auch erfolgreich sind, sind Versorgungsunternehmen, besonders natürlich Energielieferanten“, erklären so Fischer und Spieckermann. Unter anderem gibt es eine Variante des db-0 nicht in der bekannten mattschwarzen und grünen Lackierung von Innovative Bikes, sondern in Weiß mit dem Logo der Stadtwerke Lüdenscheid. Mit dem db-0 unternahmen die beiden auch ihre ersten Gehversuche: Denn 2010 etablierte sich Innovative Bikes zunächst als Deutschlandvertretung für dieses Design-E-Bike.

Die Produktpalette der Rönsahler Firma reicht preislich bis auf etwas mehr als 2700 Euro mit dem carbonverstärkten Alu-Fahrrad Speedster. Zum Sortiment zählen außerdem das 29-Zoll-Mountainbike Black Knight und der Tourer Trophy, beide ohne Faltfunktion, sowie der Tiefeinsteiger Rider wieder mit Klappmechanismus. „Ein 26-Zoll-Mountainbike mit 48 Volt-Akku ist als weiteres Modell aktuell in Vorbereitung“, verraten Claus Fischer und Michael Spieckermann.

Selbstverständlich an den Fahrrädern sind hydraulische Scheibenbremsen, leistungsstarke Elektromotoren und Lithium-Ionen-Akkus sowie zudem an einzelnen Modellen so manches außergewöhnliche Feature wie eine Energierückgewinnung. Die Reichweiten betragen locker 70 Kilometer und bei dem kleineren Speedster Carbon auch immerhin noch 50 Kilometer. Innovative Bikes-Produkte sind zertifiziert nach der Norm EN 15194.

Rolf Haase

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