Närrische Stimmung beim Karneval im Grenzdorf

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Gute Laune war Trumpf bei den geschmackvoll kostümierten Gästen, die am Samstagabend bei der traditionellen Karnevalsveranstaltung in Rönsahl in geselliger Runde feierten.

Rönsahl - „Dat Hätz von der Welt, ja dat is Kölle“ – und manchmal vielleicht sogar ein Stück weit eben doch auch Rönsahl. So mag das mancher am Samstagabend beim Karneval im Grenzdorf empfunden haben.

„Met dem Kölsche Pass mät dat Lewwe Spass“ – auch das mag sein, vor allem sicher in närrischen Zeiten, wenn der Stimmungspegel steigt, je mehr sich die „fünfte Jahreszeit“ ihrem Höhepunkt nähert. Was den Kölnern der „Gürzenich“, das ist den Rönsahlern ihre Brennerei.

In der Tat war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, Feierlaune und ausgelassene Stimmung. Als nämlich wieder die beliebte Karnevalsveranstaltung „Von Rönsahl für Rönsahl“, arrangiert und initiiert von einer engagierten Schar von Karnevalsfreunden aus der Dorfgemeinschaft, angesagt war, da war allerdings auch diesmal die Nähe zu den benachbarten karnevalistischen Hochburgen dennoch unverkennbar.

Trug mit Showtanzeinlagen zum Gelingen des Abends bei: Die Tanzgarde der Narrenzunft Neye aus Wipperfürth.

„Vorhang auf und Bühne frei für Spaß, Frohsinn und Narretei“, so hieß es gleich zu Beginn, als der engagierte Diskjockey André Böker mit flotten Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die Schar der nahezu ausnahmslos verkleideten Jecken schon bald auf „Betriebstemperatur“ kam.

Mit viel Sinn für Lokalkolorit: „Dorfreporter“ Holger Scheel.

Entsprechenden Anteil daran, dass schon bald gute Laune angesagt war, hatte nicht zuletzt auch Rönsahls Ortsbürgermeister Holger Scheel, der mit gekonnter Moderation ein Stück weit durch den Abend führte, dabei in seiner Rolle als findiger und mit Land und Leuten bestens vertrauter „Dorfreporter“ frisch vom Leder zog. Mit seinem spritzigen Wortwitz nahm Scheel nicht nur die „große Politik“ aufs Korn, sondern ebenso dies oder jenes mehr oder minder „wichtige“ Geschehen aus dem dörflichen Alltag und würzte das Ganze augenzwinkernd auch mit dem einen oder anderen Seitenhieb auf die Nachbarschaft „diesseits und jenseits“ der Westfalengrenze.

Einmal mehr bewährte sich auch diesmal das praktizierte Miteinander der Jecken im hiesigen Raum und deren Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. Dabei wurde gerne die Schützenhilfe der Wipperfürther Karnevalisten in Anspruch genommen.

Hüpfte doch während einer Tanzpause „Blonduelle“ alias Beate Theunissen aus Wipperfürth auf die Bühne, die mit etlichen Blondinen-Witzen schnell die Lacher auf ihrer Seite hatte. Zum absoluten Höhepunkt des Abends gerieten allerdings Einmarsch und anschließender Auftritt des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins Narrenzunft Neye, der sich nebst Tanzcorps, Hofstaat und dem aktuellen Prinzenpaar der Session, Prinzessin Tanja und Prinz René, die Ehre gab.

Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die ohnehin gute Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass ein noch langer Abend angesagt war.

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