Rönsahl greift nach Gold

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In der Historischen Brennerei beginnt die Rönsahler Präsentation am 22. Juni.

Rönsahl - Im fünften Anlauf soll es endlich klappen: Rönsahl nimmt auch in diesem Jahr wieder am Landesentscheid des nationalen Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft teil“ und will erstmals mehr als die Bronzemedaille für erfolgreiches Mitmachen erreichen.

„Wir streben nach Gold“, sagt Karl-Friedrich Marcus, Mitglied der Rönsahler Vorbereitungskommission. Ernst wird es am Montag, 22. Juni, wenn ab 15.30 Uhr die 13-köpfige Prüfungskommission Rönsahl für rund zwei Stunden besuchen wird. „Seit Januar bereiten wir uns auf die Präsentation unseres Dorfes vor“, sagt Marcus. Zuletzt habe man sich intensiv Gedanken darüber gemacht, wie es gelinge kann, die schönen Ecken Rönsahls so herauszustellen, dass diese auch von der Prüfungskommission erkannt werden, nachdem dies zuvor viermal nicht gelungen war.

"Wir werden einige Dinge anders machen"

„Wir werden einige Dinge anders machen“, kündigt Marcus an. So werden beim Rundgang durch den Dorfkern und der anschließenden Planwagenfahrt über die Kreis- und Hauptstraße, vorbei am Strandbad, der Feuerwehr, dem Bethaus der Baptisten und dem Gewerbegebiet Meienborn mehrere Moderatoren vom Wagen aus und jeweils direkt vor Ort die Besonderheiten Rönsahls erklären. Zudem sollen sich auch bei der Anfangspräsentation in der Historischen Brennerei, wo in Vorträgen Rönsahl allgemein vorgestellt wird, diese Moderatoren die Arbeit teilen.

Unterstützung der Bevölkerung gefragt

Um bei der Jury ordentlich zu punkten, setzt Marcus mit seinem Kommissionskollegen aber vor allem auf die Unterstützung der Bevölkerung. Denn: „Es kommt nicht so gut an, wenn wir während der Besichtigung tote Straßen zeigen, wir brauchen ein lebendiges Dorfleben“, so Marcus. Die Rönsahler sollen deshalb ab 15 Uhr in die Historische Brennerei kommen und dort für ein volles Haus sorgen. Ab 16 Uhr wünscht sich Marcus dann viele Menschen auf den Straßen und Plätzen: „Vielleicht können die Rönsahler ihren Dorfbesuch, Einkauf oder Strandbadbesuch ja in diesen Zeitraum legen. Das würde uns für eine gute Benotung sehr helfen.“

Golddorf des Märkischen Kreises

Teilnehmen am Landesentscheid darf Rönsahl als Golddorf des Märkischen Kreises 2014. Den Titel des schönsten Dorfes im Märkischen Kreis holte Rönsahl im vergangenen Jahr nach 1992, 1996, 1999, 2002, 2005 und 2008 bereits zum siebten Mal. Insgesamt fünfmal war die Punktzahl dabei so hoch, dass es zum Sprung auf die Landeseben reichte. Diese soll jetzt aber ebenfalls nur eine Durchgangsstation sein. Erstmals in der Ortshistorie soll die Qualifikation für den Bundeswettbewerb gelingen.

Wipperfürth-Thier als Vorbild

Dass dies keinesfalls unmöglich ist, bewies mit dem Wipperfürther Ortsteil Thier ein Dorf aus der direkten Nachbarschaft. Thier schaffte 2013 nicht nur die Teilnahme am bundesweiten Endausscheid, sondern wurde sogar mit Gold ausgezeichnet und durfte Deutschland deshalb als eines von nur ganz wenigen Dörfern im Europawettstreit präsentieren. „Vielleicht gelingt uns solch ein großer Wurf auch einmal“, hofft Marcus.

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