Rönsahl in den Startlöchern

Beim Dorfwettbewerb werden die alten Mühlsteine am Ortseingang wieder in den Fokus gerückt, das kündigt Ortsbürgermeister Horst Becker an. -  Foto: Haase

RÖNSAHL - Die Einwohner des Grenzdorfes stehen schon in den Startlöchern, denn es gibt die Entscheidung, dass Rönsahl in diesem Jahr wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnimmt.

Von Rolf Haase

Die Überlegungen, was alles bis zur Bereisung der Bewertungskommission Anfang Juni noch unternommen werden soll, um möglichst gut abzuschneiden, laufen längst auf Hochtouren. Aber auch die Bestandsaufnahme dessen, was sich seit der letzten Teilnahme alles positiv bewegt hat, kann sich nach Ansicht von Ortsbürgermeister Horst Becker mehr als sehen lassen.

Der Frust bei ihm und in der Bevölkerung nach dem Landeswettbewerb im Jahr 2009, als das Grenzdorf nur eine Bronzemedaille gewann, scheint überwunden zu sein und jetzt neuem Elan Platz zu machen. „Im Grunde ist Bronze nicht mehr als eine Teilnahmeanerkennung“, ärgert Becker sich noch heute. 2008 hatte sich Rönsahl für den Landeswettbewerb qualifiziert, als es beim Kreiswettberb zum wiederholten Mal in der Kategorie der Dörfer in dieser Größenordnung Gold holte.

Natürlich weiß auch der Ortsbürgermeister, dass die Konkurrenz gerade auf Landesebene extrem groß ist, wenn man allein an die schönen Dörfer im Hochsauerlandkreis sowie in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein denkt, die aber - ein Hauch von Kritik ist bei ihm nicht zu überhören - ideell, aber auch finanziell von ihren Kommunen sehr unterstützt würden. „Es handelt sich unbestritten um ganz exzellente Dörfer“, sagt Becker. Daher erhofft er sich von der Stadt Kierspe bei der neuen Teilnahme am Dorfwettbewerb aktive Unterstützung. Handele es sich bei zahlreichen sinnvollen Verbesserungen im Dorf doch vielfach um Strukturfördermaßnahmen, die nicht unter die sogenannten freiwilligen Leistungen fallen, auf die die Kommunalaufsicht bei Städten mit Haushaltssicherungskonzept ein Auge habe.

Wenn am kommenden Dienstag das erste Treffen für die Kreisausscheidung des Dorfwettbewerbs in Altena stattfindet, wird die Teilnahme Rönsahls endgültig klargemacht.

Was sich alles getan hat während der vergangenen Jahre, stellt Horst Becker kurz vor: „Wir waren immer benachteiligt durch die vielbefahrene Hauptstraße, doch präsentiert sich die Ortsdurchfahrt der B 237 heute komplett saniert einschließlich Gehwegen und zwei ampelgeregelten Übergängen“, berichtet der Ortsbürgermeister und weist dann auch noch auf das schmucke Anwesen Vor dem Isern hin, das in privatem Besitz ist und aufwändig restauriert wurde. Nicht zu vergessen, so Becker weiter, die neue Friedhofsgestaltung, wo für die hiesige Region untypische Bäume durch Linden ersetzt worden seien. Stark frequentiert sei die komplett erneuerte Sportanlage mit Kunstrasenplatz.

Ganz wichtig war für Rönsahl zudem die dauerhafte Sicherung des Grundschulstandortes, indem es zu einer Verbundschule mit der Bismarckschule kommt. „Positiv ist, dass wir mit Stefanie Keuchel wieder eine kommissarische Schulleiterin haben“, ergänzt er und freut sich, dass sich auch die Schülerzahlen stabilisiert haben. Eine Schuleingangszahl von 22 Kindern könne sich sehen lassen. Weiter fortgeschritten sei die Integration der Baptisten. Dies wirke sich genauso positiv aus wie der Zuzug junger Familien.

Eine Bereicherung für das Dorf stellten die vielfältigen Veranstaltungen dar: Zu nennen sind da besonders der regelmäßige Bauernmarkt auf dem idyllisch gelegenen Gut Haarbecke, die Partyveranstaltungen oder auch der erste Kunsthandwerkermarkt. Viel Anklang finden ebenso der Servatiusmarkt an der Kirche, der Weihnachtsmarkt an der Historischen Brennerei und die kirchenmusikalische Reihe mit jeder Menge namhafter Interpreten und Ensembles.

Ansonsten, so der Ortsbürgermeister, seien die Reize Rönsahls hinlänglich bekannt wie die schöne Landschaft, die zahlreichen Fabrikantenvillen, die Ölmühle oder auch die intakte Einzelhandels- und Firmenstruktur, die Arbeitsplätze vor Ort garantiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare