SGV Rönsahl startet frisch ins neue Jahr

RÖNSAHL – „Mit frischem Schwung ins neue Jahr !“ So lautete das Motto für die Auftaktwanderung des SGV Rönsahl beim Start ins neue Wanderjahr. Das nämlich war erst wenige Stunden alt, als sich die Wanderfreunde aus dem Grenzdorf zur ersten Wanderung in 2011 aufmachten.

Wegen der dicht beieinander liegenden kalendarischen Termine – schon der zweite Tag im neuen Jahr war ein Sonntag und damit der erste offizielle Wandertag – hatte man diesmal auf die eigentlich obligatorische Wanderung der Unentwegten am Neujahrstag verzichtet und stattdessen den Sonntag als Termin für die traditionelle und seit vielen Jahren beliebte Wanderung zu sehenswerten Weihnachtskrippen ausgewählt.

Wegen der insgesamt unsicheren Wetterlage mit weiteren prognostizierten Niederschlägen und dadurch möglichen Beeinträchtigungen des Verkehrs verzichteten die Mitglieder des SGV diesmal auf eine ihrer sonst bei dieser Gelegenheit üblichen Wanderfahrten zu besonders schönen Weihnachtskrippen im weiter gefassten bergisch- märkischen Raum. Stattdessen trafen sich die Wanderfreunde zu einer Fußwanderung, die auf relativ gut begehbaren Wander- und Waldwirtschaftswegen durch den Höhenzug des Wernscheid in die Nachbargemeinde Marienheide führte und wurden dabei mit manch herrlichem Ausblick auf die tief verschneite Winterlandschaft ringsum belohnt.

Um die Mittagszeit erreichte die Gruppe unter Führung von Wanderfreund Dieter Dörpinghaus wie vorgesehen das erste Wanderziel, die unweit der Ortsmitte gelegene alte Marienheider Wallfahrtskirche als besonderes und geschichtsträchtiges Wahrzeichen in der oberbergischen Nachbarschaft. Unter dem großen Weihnachtsbaum in einer Nische des mit zahlreichen Spielformen aus der Barock- und Rokokozeit verzierten alten Gotteshauses versteckt, schien allerdings nur wenig Raum für eine relativ kleine und dennoch liebevoll arrangierte Weihnachtskrippe zu sein, die nach dem Motto „klein aber fein“ ihre Wirkung auf die Betrachter indes nicht verfehlte.

Nur wenige Schritte entfernt, wartete die geräumige und aus neuerer Zeit stammende Monfortkirche, deren Namensgeber der noch heute in Marienheide vertretene Orden der Monfortaner-Mönche ist, als das von der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Heimsuchung in Marienheide mehrheitlich bei Gottesdiensten genutzte Gebäude, auf die Besucher.

Schon auf den ersten Blick wurde allein an der räumlichen Platzierung und an der Gesamtgestaltung deutlich, dass der Weihnachtskrippe in der Monfortkirche eine wichtige Bedeutung im Gemeindeleben während der Advents- und Weihnachtszeit zukommt. Das Geschehen zur Weihnacht mit dem hellen Licht, das von der Geburt Jesu ausgeht, wurde hier in einer großzügig gestalteten Krippenlandschaft, die in Form und Aufbau den natürlichen landschaftlichen Gegebenheiten des Bergischen Landes sehr nahe kommt, dargestellt.

Wie die Betrachter aus Rönsahl erfuhren, liegt die Gestaltung der Krippe in jedem Jahr bei einer anderen Gruppierung in der Gemeinde. Diesmal hatten rund vierzig Jugendliche unter Leitung von Pater Rego diese Aufgabe übernommen und dabei das Kommen Jesu unter bildhafte Darstellungen zu den Schwerpunktthemen „Gerechtigkeit, Vergebung, Liebe und Erfüllung“ gestellt. An jedem der vier Sonntage im Advent stand eines dieser Stichworte, zeitkritisch in Verbindung gebracht mit dem Geschehen aus aktueller Politik und sozialen Hintergründen in unseren Tagen, thematisch im Fokus des Geschehens. Dabei wurde nicht zuletzt der lange und beschwerliche Weg des Wort Gottes zu den Menschen heute wie zu biblischen Zeiten auch rein optisch in der Krippenlandschaft unübersehbar zum Ausdruck gebracht.

So bedurfte es keiner speziellen Führung, um die ideenreiche Gestaltung dieser Weihnachtskrippe auf den Betrachter wirken zu lassen. Mit den entsprechenden Eindrücken im Gepäck und nach einer willkommenen Rast, machten sich die Wanderfreunde am frühen Nachmittag auf den Rückweg und ließen den Tag anschließend bei einem leckeren und von der Abteilungsvorsitzenden Anita Dörpinghaus vorbereiteten kleinen Imbiss im eigenen Wanderdomizil beschaulich ausklingen.

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