Es geht ein Rock durch Deutschland

Gute deutsche Rockmusik, hervorragend gespielt von der Band „Soundminister“ auf Gut Haarbecke. -  Foto: Goldbach

Kierspe - Deutschrock stand am Dienstagabend auf dem Programm des Gutes Haarbecke. Die Besucher waren sich einig, dass sich der Besuch gelohnt hat. Mit der Lennestädter Band „Soundminister“ hatte Piwi Waldhelm als Verantwortlicher für die Musik auf Gut Haarbecke einen guten Griff getan.

Von Gertrud Goldbach

Zu den Anfangszeiten der Open-Air-Saisons auf Gut Haarbecke gab es keine reine Deutsch-Cover-Bands. Viele der dort aufgetretenen Bands hatten ein Repertoire, welches zu etwa 90 Prozent aus englischsprachiger Musik und zu zehn Prozent aus deutschsprachiger Musik bestand. Das hat sich geändert. Seit ein paar Jahren ist von den normalen Coverbands nur wenig deutschsprachige Musik zu hören, dafür gibt es aber um so mehr Coverbands, die sich dieses Genres bedienen.

„Hörgerät“ aus Siegen war erst im vergangenen Jahr auf Gut Haarbecke und nun sind es die „Soundminister“, die sich dieser Musikrichtung verschrieben haben. Das dem so ist, mag auch daran liegen, dass es heute mehr gute deutschsprachige Musik gibt als noch vor einigen Jahren – und damit ist nicht die Musik von Helene Fischer gemeint. Doch auch sie gehörte am Dienstagabend zum Repertoire der „Soundminister“.

Zu Gehör kamen Luxuslärm, Farin Urlaub, Jennifer Rostock, Frida Gold aber auch Altmeister wie Heinz-Rudolf Kunze, Peter Maffay, Matthias Reim oder BAP.

„Es geht ein Rock durch Deutschland“, ist das Motto von „Soundminister“ und so griffen Marvin Buschmann, Marius Albers an den Gitarren und Sven Gerwing am Bass hart in die Saiten ihrer Instrumente. Spornten so Drummer Torsten Patt und den Keyborder Stephan Hille an und gaben Patrick Barthelmey und Sina Soemer an den Gesangsmikrofonen den richtigen Background für energiegeladene Songs. Beide Sänger lieferten eine hervorragende Show ab und schafften es, bei einigen Stücken sogar besser zu sein, als das Original.

Das Publikum dankte es ihnen und ging bei den Songs mit. Aber auch die Musiker hatten unter der Kälte zu leiden. Die Finger wurden ungelenkiger und auch die Instrumente selbst veränderten ihre „Stimme“, mochten sie doch keine niedrige Temperaturen. Es war ein Abend mit einer hervorragenden Band, die schon allein durch die Auswahl der Titel für einen ungetrübten Musikgenuss sorgte.

Am nächsten Dienstag beschließt die „Living Planet Band“ den Musiksommer ab. Einlass wird um 19 Uhr sein. Als Eintritt berechtigt der Saisonbierkrug, der für sechs Euro zu erstehen ist, des Weiteren zwei Getränke Mindestverzehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare