Rituale rund um Advent und Weihnachten

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Anna-Lena Bach (links) und Luka Merschmann gestalteten das musikalische Rahmenprogramm. ▪

RÖNSAHL ▪ Bei den Landfrauen sind auch die Weihnachtsfeiern Gemeinschaftsaktionen. Zum Gelingen der gut besuchten Feier im evangelischen Gemeindehaus hatten alle gemeinsam beigetragen: Tischdekoration, Kuchenbüffet, Rahmenprogramm waren liebevoll gestaltet. Natürlich wurden auch Geschichten vorgelesen und Weihnachtslieder gesungen.

Die Rituale rund um Advent und Weihnachten sind in den einzelnen Familien ganz unterschiedlich. Mehrere Frauen erzählten, wie sie die Festtage verleben. So steht in einer Familie merkwürdigerweise der Fußball im Mittelpunkt. Der Ehemann hat nämlich an Weihnachten Geburtstag und pflegt dazu seine Fußballfreunde einzuladen. Eine andere Frau erzählte, wie in ihrer ostpreußischen Heimat Weihnachten gefeiert wurde. Und in einer Familie hängte die Frau jedes Jahr drei Tonglöckchen an den Weihnachtsbaum: eines für ihren Mann, eines für sich selbst und eines für das Kind, das sie sich wünschten. Glücklicherweise ging der Wunsch eines Tages in Erfüllung.

An die Großereignisse des Jahres wurden auch noch einmal erinnert, an die Landesgartenschau natürlich und an den Weihnachtsmarkt rund um die Brennerei am Wochenende zuvor. Die Landfrauen hatten mit einem Café und zwei Ständen sehr aktiv dazu beigetragen. Dabei wurden sie Opfer ihres eigenen Erfolgs – bereits am Samstag waren sie nahezu „ausverkauft“. Also stellten sich einige Frauen abends noch einmal in die Küche und buken nach. Die letzten Zutaten wurden zusammengesucht, die Frauen halfen sich untereinander aus. Die eine hatte noch Eier übrig, die andere Zucker und Mehl und so kamen doch noch einige Torten zusammen. „So etwas geht nur auf dem Land“, meinte Annette Engelmann. Sie verlas auch einen Brief der Kreisvorsitzenden Heike Backhaus.

Den musikalischen Rahmen der Feier gestalteten Anna-Lena Bach und Luka Merschmann auf dem Saxophon. Die beiden jungen Rönsahlerinnen trugen mit zahlreichen Liedern zur adventlichen Stimmung bei. „Tochter Zion“, „Kommet ihr Hirten“ und natürlich „Stille Nacht, heilige Nacht“ wurden nicht nur gespielt, sondern auch gesungen.

Am Ende konnten alle Frauen ein kleines Geschenk mitnehmen. Die Tischdekoration, so will es die Tradition, kann zuhause weiter verwendet werden.  ▪ bnt

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