Sporthalle muss wegen Wasserschaden saniert werden

+
Derzeit ist die nordwestliche Wand der Sporthalle am Felderhof eingerüstet, da der alte Putz abgeschlagen werden muss. Durch Risse in diesem Putz drang über Jahre hinweg Wasser ins Mauerwerk.

Kierspe - Die Vierfeldsporthalle in Kierspe ist gerade einmal acht Jahre alt – trotzdem ist eine Außenwand derzeit in einem derart schlechten Zustand, dass sie saniert werden muss. Ursächlich dafür ist ein Wassereinbruch, der über Jahre hinweg unbemerkt blieb und massive Schäden verursacht hat.

„In der nordwestlichen Giebelwand der Sporthalle haben sich Risse im Putz gebildet, diese blieben über Jahre hinweg unentdeckt. Dadurch wurde die gesamte Wand durchfeuchtet“, erklärt Stadtplaner Rainer Schürmann auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Da im Innenbereich eine Wandverkleidung angebracht wurde, habe es auch keine Möglichkeit gegeben, den Schaden von dort zu bemerken. Doch nicht nur das Wasser wirkte zerstörerisch auf die Wand, sondern auch der Frost. So teilt Schürmann mit, dass in den Wintermonaten das Wasser gefroren sei und sich so der Putz von den Steinen, mit denen das Betonfachwerk ausgemauert worden war, gelöst habe. Derzeit beschäftigt sich ein Gutachter mit dem genauen Schadenshergang. Doch die Ursache ist aller Wahrscheinlichkeit nach in einer fehlerhaften Ausführung der Arbeiten zu sehen.

Die Firma, die damals den Putz aufbrachte, hat sich auch verpflichtet, die Reparaturarbeiten auf eigene Kosten zu erledigen. Doch ganz kostenlos wird die Sanierung für die Stadt aber nicht. Das liegt nicht an der Reparatur, sondern an der Energieeinsparverordnung, die in den Jahren zwischen dem Bau der Halle und der nun notwendigen Wandsanierung geändert wurde. „Wir müssen nun eine andere Dämmung aufbringen. Diese Mehrkosten muss die Stadt tragen, die aber auch von der Einsparung bei den Heizkosten profitiert“, so Schürmann.

Da die Fachleute keine Chance sehen, dass die Steine in den kommenden Monaten so weit trocknen, dass ein neuer Putz aufgebracht werden kann, wurde entschieden, eine sogenannte Vorhangfassade anzubringen. Diese soll dann so gut hinterlüftet sein, dass die Wand trocknen kann. Doch bevor diese Fassade angebracht werden kann, muss nun erst einmal der alte Putz abgeschlagen werden. Zu diesem Zweck steht derzeit ein Gerüst an der Stirnwand der Halle.

Ob die neue Vorhangfassade noch in diesem Jahr komplett angebracht werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt, da die Zusage der Firma, die die abschließenden Platten herstellt, fehlt, diese in dem Farbton der Halle kurzfristig liefern zu können. Schürmann: „Sicher ist aber, dass wir die Vorwand so weit bauen können, dass sich der Schaden nicht weiter verschlimmert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare