Riesenspinnen und eine Haloweenkrabbe

Erst skeptisch und dann mit wachsendem Interesse wurden die Exoten bewundert – und sogar auf die Hand genommen.

KIERSPE ▪ Zuerst saß die Rotknievogelspinne noch ganz ruhig in der Hand von Gina.

Doch dann begann sie sich zu bewegen und den Arm heraufzukrabbeln. So ganz geheuer war es Gina nicht, doch sie vertraute Sidney Sperlich, der ihr die Spinne in die Hand gelegt hatte. „Ein bisschen gekitzelt hat es schon“, gestand sie später. Schlimm war es aber nicht.

67 verschiedene Arten von Spinnen hatten Rene Köhler und Sidney und Kevin Sperlich aus Helmstedt mitgebracht und im Gemeindehaus St. Josef in kleinen Terrarien ausgestellt. Erstaunlich viele Mädchen interessierten sich für die Tiere und sie hatten keine Angst, sie in die Hand zu nehmen. „Zu uns kommen oft Phobiker“, berichtete Rene Köhler. „Sie lassen sich dann eine Spinne auf die Hand setzen, um den Umgang mit diesen Tieren zu lernen. Trotzdem – der Ekel oder Respekt vor den Spinnen vergeht meistens nicht sogleich.“

Das Besondere an der Ausstellung war die große Artenvielfalt. Die Theraposa Blondie, eine Riesenvogelspinne, hat zum Beispiel eine 28 Zentimeter große „Spannbreite“ und ist damit die größte am Boden lebende Spinne. Die King Baboon Tarantula ist die größte unter der Erde lebende Spinne der Welt und hat ähnliche Ausmaße. „Unser Prachtstück haben wir aber zu Hause gelassen“, gestand Rene Köhler. „Sie misst inzwischen 32 Zentimeter und hätte den Transport nicht überlebt.“ Diese Spinne hat sich so dick gefressen, dass ihr Bauch zu prall geworden ist. „Spinnen fressen wenn sie etwas vor sich haben, egal ob sie Hunger haben oder nicht“, erklärte Rene Köhler das Verhalten dieser Tiere.

Aber nicht nur Spinnen gab es zu sehen. Indische Stabschrecken, Riesenschnecken, Tausendfüßler und eine bunte Haloweenkrabbe saßen in ihren Terrarien und wurden von den Besuchern bestaunt. Gottesanbeterinnen, mehrere Skorpionarten und eine Radnetzspinne, die ein Netz mit bis zu drei Metern Durchmesser weben kann, vervollständigten die Ausstellung.

Wer die Präsentation verpasst hat, kann sie heute in Betzdorf, am Freitag in Hilchenbach oder am Sonntag in Olpe besuchen. Dann ist die „Welt der Riesenspinnen“ noch einmal in hiesigen Gefilden zu sehen. ▪ GeG

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare