Viel Glas und Luft für den Empfang der Kunden

So soll der Markt im September aussehen. Im Vordergrund das neue Portalgebäude, in dem sich auch der Eingang befindet. - Zeichnung: JKL Architekten Ingenieure

KIERSPE - Normalerweise werden die Kunden von leiser Musik und auch regionaler Werbung begleitet, wenn sie im Kiersper Rewe-Markt einkaufen. Doch seit einigen Tagen mischt sich in die Musik immer wieder das Lärmen der Baumaschinen. Denn bereits bevor mit dem eigentlichen Umbau des Marktes in der kommenden Woche begonnen wird, mussten Vorarbeiten erledigt werden, die auch im Inneren zu hören waren.

Von Johannes Becker

In den vergangenen Wochen wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit der Tedi-Markt in sein neues Domizil umziehen kann – die Eröffnung an neuer Stelle aber immer noch im Untergeschoss findet am 19. Januar statt. Danach beginnt der eigentliche Umbau des Marktes. Dazu soll noch im Januar der ehemalige Tedi-Standort und die Anlage mit den Rollsteigen abgerissen werden, damit der Markt in diese Richtung mit dem sogenannten Portalgebäude erweitert werden kann.

Dann werden auch die Parkplätze und deren Überdachung auf der Seite, an der die Thingslindestraße verläuft beseitigt. Dort entsteht dann in den kommenden Monaten das sogenannte Portalgebäude, ein mehr als acht Meter hoher Glasbau, in dem später ein großzügiges Cafe und ein Blumengeschäft ihren Platz finden und durch den die Kunden den Markt betreten. Während dieser Zeit geht der Verkauf auf der gesamten Fläche des Marktes weiter. Dieser Anbau und auch ein zweiter Gebäudeteil – an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Thingslindestraße – sollen bis Ende Juli fertig gestellt werden. In dem zweiten Gebäudeteil befinden sich die Aufzüge, mit denen die Geschäfte im Untergeschoss erreicht werden können und ein zweiter Eingang für die Kunden, die dort auf den neuen großzügigen Parkplätzen ihren Wagen abgestellt haben. 2,75 Meter werden diese breit sein und auch großen Fahrzeugen ausreichend Platz bieten.

„Ab August werden wir dann den alten Markt komplett umbauen. Dieser wird vollständig saniert und modernisiert“, erklärt der Architekt Oliver Lörsche. Es gebe eine neue Decke, einen neuen Boden und natürlich auch neue Regale. „In Zukunft werden alle Gänge in dem Markt mindestens zwei Meter breit sein, um dem Kunden ein Wohlfühlerlebnis zu bieten und zugleich auch die Möglichkeit zu verweilen, ohne andere Kunden in den Gängen zu blockieren“, verspricht Johannes Theis von der Petz-Rewe-Gesellschaft. Michael Mohl, Bauleiter des Architekturbüros JKL erklärt: „Auch die Hülle wird angefasst und energetisch saniert.“ Überhaupt nutzt man jetzt die Möglichkeit, den Markt dem Stand der Technik anzupassen. So werden zukünftig alle gekühlten Bereiche mit dem natürlichen Kältemittel Kohlendioxid betrieben. Moderne LED-Beleuchtung soll den Markt ins rechte Licht setzen und möglichst viel Energie einsparen. Moderne Wandgestaltung und digitale Preisschilder runden den Umbau ab.

Doch auch, wenn möglichst viele Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden, ganz ohne Schließung wird es nicht gehen. Zwei Wochen vor dem geplanten Eröffnungstermin im September wird der Rewe geschlossen. In dieser Zeit werden auch das Anlieferungsgebäude und der Getränkemarkt abgerissen, letzterer wird in den Markt integriert.

Wenn die Kunden dann den Markt wieder nutzen können und der September noch ein paar warme Tage spendiert, wird auch noch die Klimatisierung zum Tragen kommen, die vor allem während der Sommermonate den Einkauf deutlich angenehmer gestalten soll.

Doch solch umfangreiche Arbeiten sind nicht zum Nulltarif zu haben. Rudolf Pieroth als Vertreter der Eigentümer der Immobilie gibt an, fünf Millionen Euro in den Um- und Neubau zu investieren. Eine weitere Million kommt von der Petz-Rewe-Gesellschaft für die Einrichtung des Geschäfts, in dem die Kunden dann in Zukunft auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern aus 24.000 bis 25.000 Artikeln auswählen können. Natürlich werden dann auch die übrigen Parkplätze dem neuen Standard angepasst sein und viel Platz für die Fahrzeuge bieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare