Revierübergreifende Drückjagd erfolgreich

Freute sich über die gelungene Gemeinschaftsaktion bei der revierübergreifenden Jagd: Hegeringsleiter Matthias Heveling.

KIERSPE - Gemeinsam geht halt alles besser. Diese nicht durchaus neue Erkenntnis stand am späten Samstagnachmittag Pate, als sich die an der zuvor stattgefundenen gemeinsamen Drückjagd in allen Kiersper Revieren beteiligten Jagdbevollmächtigten zum abschließenden Halali auf Gut Haarbecke trafen.

Von Von Rainer Crummenerl

Nun schon zum zehnten Mal in Folge, so freute sich Hegeringsleiter Matthias Heveling in seiner Funktion als verantwortlicher Organisator, konnte die einmal im Jahr angesagte gemeinsame und revierübergreifende so genannte Bewegungsjagd durchgeführt werden - mit durchaus vorzeigbarem Erfolg, wie sich dabei zeigen sollte. In den insgesamt bejagten neun beteiligte Kiersper Jagdrevieren, nämlich Wernscheid, Haarhausen-Dörscheln, Löh- Glietenberg, Markeshagen, Wienhagen I und II, Varmert, Blechen und Gut Bremecke waren insgesamt während der vierstündigen Jagdzeit am Samstag insgesamt 180 Jäger und Jagdhelfer im Einsatz. Zudem zahlte sich die ebenfalls bereits seit Jahren in dieser Weise praktizierte grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den benachbarten rheinischen Revieren im Bereich der Kerspesperre und Klaswipper aus, die sich ebenfalls an der gemeinsamen Drückjagd beteiligten.

Das besondere Prä einer solchen gemeinsamen und gleichzeitig in allen Revieren stattfindenden sogenannten Bewegungsjagd, liege, so Heveling, darin, dass die Chancen auf den angestrebten Jagderfolg auf diese Weise wesentlich höher seien als beim Einzelansitz.

Und in der Tat: Zusätzlich begünstigt durch das spätherbstliche Wetter mit milden Temperaturen und guten Sichtverhältnissen konnte sich das Jagdergebnis, dies insbesondere gemessen an dem des Vorjahres, durchaus sehen lassen: Insgesamt konnten fünfzehn Sauen, vierzehn Stück Rehwild, drei Hasen und zudem zwei Füchse gestreckt werden, was das prozentual gesehen insgesamt zweitbeste Ergebnis bei dieser Art des gemeinsamen Jagens bedeute, wie Heveling in diesem Zusammenhang sagte.

Insbesondere hinsichtlich der angestrebten Reduzierung der auch in unserem Raum überbordenden Schwarzwildpopulation, so der Hegeringsleiter als verantwortlicher Organisationsleiter, könne man durchaus zufrieden sein. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil das Gebiet der Stadt Kierspe seit dem Jahr 2008 zu den durch die Schweinepest gefährdeten Räumen zähle. Namentlich in den letzten Jahren und begünstigt durch eine reichlich vorhandenes Nahrungsangebot in Wald und Feld sorge die erhebliche Zunahme der Schwarzkittel in zunehmendem Maße für Ernteausfälle und damit großen Ärger im Bereich der Landwirtschaft. Auch von daher bemühe sich die Jägerschaft, hier regulierend einzugreifen, wie es dazu ergänzend hieß.

Mit seinem Dank für das waidgerechte Verhalten aller Beteiligten verband Heveling den Wunsch auf eine Wiederholung der gemeinsamen Drückjagd zu gegebener Zeit.

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