Retro-Gruppe macht mit beim CVJM-Pfingstturnier

Aus Wuppertal kam die Band Alba, die die Turnierteilnehmer mit irischerMusik unterhielt. Das war genau das Richtige für einen schönen Abend nach anstrengenden Spielen.

KIERSPE ▪ Rund 650 Frauen, Männer und Kinder belagerten von Pfingstsamstag bis Pfingstmontag jeden freien Zentimeter des Sportgeländes Felderhof. Der CVJM-Westbund hatte zum 25. Volleyball-Open-Air-Turnier eingeladen.

Da standen große Zelte, für ganze Gruppen geeignet, aber auch kleinere, in denen nur zwei Personen Platz fanden. Ergänzt wurde die Zeltlandschaft noch von Bierzeltgarnituren, Campingstühlen und oft dazu einem Grill.

Punkt 13 Uhr eröffnete Markus Rapsch das Open-Air 2012 und freute sich, insgesamt 52 Mannschaften mit ihren Begleitern begrüßen zu dürfen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Luise Linde wünschte allen Teilnehmern schöne und faire Spiele und auch der Vorsitzende der CVJM-Abteilung Sport, Helmut Müller, schloss sich seinen Vorrednern an. Ein kurzer Hinweis auf das Programm der drei Tage beendete die Eröffnung des Turniers. Bunt war die Aussicht, die die Redner von ihrem Standpunkt auf die Sportanlage hatten. Vielfach hatten die einzelnen Mannschaften einheitliche T-Shirts an, auch originelle Mützen oder Hüte waren unter ihnen.

Bevor es aber zu den Spielen ging, fragte Markus Rapsch die Teilnehmer, wer von ihnen vor 15, 20, 23 oder sogar 25 Jahren schon beim Volleyball-Open-Air mitgemacht hatte. So recht herauszufinden war es jedoch nicht, da es einige Spaßvögel gab, die sogar vor 27 Jahren mit dabei gewesen sein wollten. Eine Retrogruppe, eine Gruppe, die früher aktiv gespielt und sich für dieses Open-Air noch einmal zusammen geschlossen hatte, gab es auch. Es waren die Tigerenten aus Kierspe, ihnen voran der Beigeordnete der Stadt Kierspe Olaf Stelse. Am Samstagmittag waren sie zu siebt, bekamen aber am Sonntag noch zwei weitere Spieler zur Verstärkung. Ende der 80er Jahre spielten sie im TV Jahn Volleyball in einer Mixedrunde, waren aber zwölf Jahre lang auf Bundessportfesten vertreten. Schlafen wollten sie bei diesem Turnier nicht auf dem Sportplatz, doch beim Turnier und den Abendveranstaltungen waren alle dabei.

Auch wenn es sich nicht so recht herauszufinden war, wer von den Teilnehmern wie oft schon beim Pfingstturnier mitgemacht hatte, eine Gruppe aus Isselhorst bei Gütersloh war sich sicher, schon zum 13. Mal mit dabei zu sein. „Für uns ist das das Highlight der Saison“, darin waren sie sich einig. „Sonst besuchen wir schon einmal ein Tagesturnier, doch drei Tage hintereinander ist einfach toll.“ Befragt, warum sie so gerne immer wieder nach Kierspe kommen, brauchten sie nicht lange zu überlegen. „Wir treffen hier viele Bekannte aus ganz Deutschland wieder. Ansonsten ist es nicht zu beschreiben, was Kierspe ausmacht. Du musst hinfahren und es erleben.“ Versorgen tun sie sich selbst. Am Montagmittag gibt es bei ihnen immer eine große Pfanne voll Gemüse, die schon bei vergangenen Veranstaltungen für Aufsehen gesorgt hat. Gespielt wurde zwei volle Tage bei dem Turnier. Gleich am Samstag wurden die Spiele bis 19 Uhr ausgetragen, Am Sonntag des ganzen Tag und montags bis mittags.

Für den ersten Abend hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes ausgedacht, etwas was auch mit Volleyball zu tun hat: Es war ein Volleyball-Challenge, bei denen die Teilnehmer mehrere kleinere Aufgaben erfüllen mussten. So hatten sie einen Ball gegen ein Netz zu schlagen und ein Gerät maß die Geschwindigkeit, die der Ball erreicht hatte. 96 Stundenkilometer war die höchste Geschwindigkeit, zumeist spielte sich die Teilnehmer bei 69 bis 79 ein. Zehn Übungen waren zu bestehen und manche erforderten ganz schön Kondition.

Am Sonntagabend hingegen war das Angebot nicht sportlich: Ein irischer Abend mit der Band Alba lud die Teilnehmer ein zuzuhören oder mitzutanzen. „Alba ist Gälisch und bedeutet ‘Schottisch’“, erklärte die Band ihren Namen. Seit drei Jahren spielt sie in dieser Zusammensetzung miteinander und ihr Repertoire ist überwiegend christlich ausgerichtet. Ein Hauptthema ihrer Musikstücke ist der Frieden, doch auch lebensfrohe und mitreißende Tänze und Balladen waren zu hören. Besondere Aufmerksamkeit bekam an diesem Abend eine keltische Harfe, die kleiner als die Konzertharfen ist, die sonst in Orchestern gespielt werden.

Bis Montagmittag wurden die Spiele noch fortgesetzt, bevor es gegen 13.15 Uhr zur Siegerehrung kam und danach zum großen Einpacken, bevor dann die Heimfahrt angetreten wurde. ▪ Gertrud Goldbach

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